Die Geschichte über einen brutalen Angriff und Raub auf einen Minderjährigen im Zagreber Stadtteil Trnje, die am Montag die Öffentlichkeit beunruhigte, hat eine völlig unerwartete Wendung genommen. Die Zagreber Polizei gab am Dienstag bekannt, dass die durchgeführten kriminalistischen Ermittlungen die Angaben des Jungen nicht bestätigt haben, sondern einen völlig anderen Ablauf der Ereignisse aufdeckten.
Unfall, kein Angriff
Nach Eingang der Meldung begaben sich die Polizisten zum Tatort in der Starotrnjanska-Straße, führten Gespräche und überprüften alle Umstände. Sie stellten fest, dass es keine Anhaltspunkte für eine Straftat zum Nachteil des Minderjährigen gibt. Stattdessen rekonstruierten sie, dass der Junge von seinem Roller fiel und sich dabei schwere Verletzungen zuzog.
"Es wurde nämlich festgestellt, dass der Minderjährige vom Roller fiel und sich dabei schwer verletzte. Im Moment des Unfalls bekam er Angst und stellte aus Angst und Furcht vor Verurteilung fälschlicherweise dar, dass ihm der Roller gestohlen wurde", teilte die Zagreber Polizei mit.
Erste Meldung und ärztliche Hilfe
Zur Erinnerung: Der Junge erzählte zunächst, dass er am Sonntag, dem 9. August, gegen 13:20 Uhr in der Starotrnjanska-Straße von zwei unbekannten jüngeren Tätern angegriffen worden sei, die ihm den Roller gestohlen hätten. Danach suchte er ärztliche Hilfe in der Klinik für Kinderkrankheiten Zagreb, wo die diensthabenden Ärzte schwere Verletzungen feststellten und die Polizei informierten.
Obwohl die erste Information Besorgnis über die Sicherheit auf den Straßen der Stadt auslöste, führte die gründliche Überprüfung aller Angaben zu einer vollständigen Wende in dem Fall. Gegen den Minderjährigen, der die ganze Geschichte erfunden hatte, ergriff die Polizei keine weiteren Maßnahmen.