Die Fußballer von Hajduk gastieren am Mittwoch, dem 6. August 2026, beim litauischen Klub Žalgiris in der dritten Qualifikationsrunde der Conference League, und die Partie brachte bereits in den ersten fünfzehn Minuten echtes Drama. Nach zwei aufeinanderfolgenden Meisterschaftsniederlagen starteten die Splićani in Vilnius hervorragend in die Partie, doch was nur drei Minuten nach dem Führungstor geschah, wird noch lange Gesprächsthema sein.
Šego bringt die Führung, Šotiček schockt mit Fehlschuss
Michele Šego erkämpfte sich in der 5. Minute einen Strafstoß, übernahm dann die Verantwortung und traf sicher zur Führung für Hajduk. Das frühe Tor brachte die dringend benötigte Ruhe und Selbstvertrauen in die Mannschaft von Trainer Gonzalo Garcia.
Doch nur drei Minuten später folgte der Moment, der alle in Rot schockierte. Nach einer hervorragenden Kombination kam der Ball zu Marin Šotiček, und vor ihm war das Tor völlig leer. Leider für Hajduk sprang der Ball unglücklich auf, und Šotiček konnte ihn nicht unter Kontrolle bringen. Eine riesige Chance auf die Verdopplung der Führung und ein mögliches 2:0 war vertan.
Ein solcher Fehlschuss auf dieser Wettbewerbsstufe kann sehr leicht einen hohen Preis haben. In der 14. Minute hatte Šego einen weiteren Versuch vom Elfmeterpunkt, doch diesmal parierte Torhüter Šarkauskas erfolgreich und verhinderte ein weiteres Tor.
Sopić: "Beleidigen Sie mich nicht, ich fiebere mit Hajduk mit"
Einen interessanten Kontext zur Partie lieferte auch der kroatische Experte Željko Sopić, Trainer von Kauno Žalgiris, dem letztjährigen litauischen Meister, der kürzlich gegen Dinamo antrat. Auf die Frage von Journalisten, für wen er im Duell zwischen Hajduk und dem Erzrivalen seines Klubs sein werde, antwortete der charismatische Trainer in seinem unverwechselbaren Stil.
"Beleidigen Sie mich nicht! Für wen sollte jeder Kroate in diesem Spiel sein?"
Der ehemalige Trainer von Rijeka und Gorica hob besonders die Erwartungen an den Kapitän der Weißen hervor, warnte aber auch vor den besonderen Bedingungen in Litauen.
"Es ist sehr heikel, über ein Spiel zu sprechen, das auf Kunstrasen ausgetragen wird, aber es ist Zeit, dass Marko Livaja aufläuft und zeigt, dass er Marko Livaja ist."
Sopić bestätigte, dass er die Partie live von den Rängen verfolgen wird: "Ich gehe zum Spiel, ich schaue es mir live mit den Jungs vom Trainerstab und den Leuten aus meinem Klub an."