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Serbien errichtet Gedenkkomplex für über 8.000 getötete Serben

In Banstol bei Sremski Karlovci beginnt der Bau eines Mahnmals mit den Namen der getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet des heutigen Kroatien.

Foto: Wikipedia (Milica Đurđević Stamenkovski)
Kurz gesagt
  • Serbien hat mit dem Bau eines Gedenkkomplexes in Banstol für über 8.000 Serben begonnen, die im Gebiet des heutigen Kroatien ums Leben kamen.
  • Erstmals werden an einem Ort die Namen aller getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dieser Region eingraviert.
  • Ministerin Đurđević Stamenkovski betonte, dies sei eine Pflicht des Staates gegenüber den Opfern und ein Vermächtnis für zukünftige Generationen.
  • Der Bau beginnt am Jahrestag der Operation 'Oluja', die die Ministerin als 'Pogrom und offene Wunde' bezeichnete.

Im Ort Banstol bei Sremski Karlovci hat am Montag der Bau eines Gedenkkomplexes begonnen, der allen getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet des heutigen Kroatien gewidmet ist. Die Nachricht wurde von Milica Đurđević Stamenkovski, Ministerin für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales und Vorsitzende des Regierungsausschusses für die Pflege der Tradition der Befreiungskriege, veröffentlicht.

Sie betonte, dass die Besonderheit dieses Gedenkkomplexes darin liegt, dass erstmals an einem Ort die Namen von mehr als 8.000 getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet der heutigen Republik Kroatien eingraviert werden. "Das wird nicht nur eine Liste der Opfer sein, sondern ein Zeugnis dafür, dass diese Menschen gelebt, geliebt, ihre Familien gegründet und ihre Häuser hatten. Solange ihre Namen in Stein gemeißelt sind, werden sie nie aus dem Gedächtnis des serbischen Volkes gelöscht", sagte die Ministerin, wie ihr Kabinett mitteilte.

Ein Ort der Erinnerung und ein Vermächtnis für die Zukunft

Đurđević Stamenkovski betonte in Banja Luka nach der Kranzniederlegung am Denkmal für gefallene Kämpfer im Verteidigungs- und Vaterlandskrieg der Republika Srpska, dass Banstol seit Jahrzehnten ein Treffpunkt der Krajišniks sei. Sie hob hervor, dass dieser Ort durch den Bau des Gedenkkomplexes zu einem dauerhaften Ort des nationalen Gedenkens werde.

"Der Staat hat die Pflicht zu erinnern, wenn die Zeit droht, Erinnerungen auszulöschen. Nicht um in der Vergangenheit zu leben, sondern weil ein Volk, das die Erinnerung an seine Opfer verliert, einen Teil seiner selbst verliert. Erinnerung ist keine Last, sondern eine Schuld gegenüber denen, die nicht mehr bei uns sind, und ein Vermächtnis für die kommenden Generationen", so die Ministerin.

Kontext des Leids

Der Anlass für den Baubeginn ist der Tag, an dem Serbien der Opfer der Militäroperation "Oluja" (Sturm) gedenkt. "Wenn der August kommt, erinnert sich jeder Serbe an die Kolonnen, an die Heimat, die zurückgelassen wurde, und an die Tausenden Familien, die über Nacht ihr Zuhause verloren haben. Oluja ist ein Pogrom und eine offene Wunde, die nicht in Jahren gemessen wird, sondern in Erinnerungen, die nie aufgehört haben zu schmerzen", sagte Đurđević Stamenkovski.

Die Ministerin schloss, dass Serbien mit dem Bau dieses Komplexes seine Schuld gegenüber allen Opfern begleichen werde und Banstol zu einem Ort werde, an dem zukünftige Generationen die Erinnerung an die unschuldigen Opfer und die Wahrheit über ihr Leid bewahren.

Häufige Fragen
Wo wird der Gedenkkomplex errichtet? +
Der Gedenkkomplex wird im Ort Banstol bei Sremski Karlovci in Serbien errichtet.
Wie viele Namen werden in den Gedenkkomplex eingraviert? +
In den Gedenkkomplex werden die Namen von mehr als 8.000 getöteten, gefallenen und vermissten Serben aus dem Gebiet des heutigen Kroatien eingraviert.
Wer hat den Bau des Gedenkkomplexes angekündigt? +
Den Bau kündigte Milica Đurđević Stamenkovski an, Ministerin für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales Serbiens und Vorsitzende des Regierungsausschusses für die Pflege der Tradition der Befreiungskriege.
Warum ist das Datum des Baubeginns bedeutsam? +
Die Arbeiten begannen an dem Tag, an dem Serbien der Opfer der Militäroperation 'Oluja' aus dem August 1995 gedenkt.

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