Unfall bei Veliki Žali schneidet Dubrovnik ab
Verkehrsexperte Željko Marušić fordert dringende Modernisierung der polizeilichen Unfallaufnahme mit Drohnen und Hubschraubern, um stundenlange Staus auf der einzigen Straße nach Dubrovnik zu verhindern.
Verkehrsexperte Željko Marušić fordert dringende Modernisierung der polizeilichen Unfallaufnahme mit Drohnen und Hubschraubern, um stundenlange Staus auf der einzigen Straße nach Dubrovnik zu verhindern.
Ein Verkehrsunfall, der sich am Freitag, dem 7. August 2026, auf der Staatsstraße D8 bei Veliki Žali ereignete, hat die einzige Straßenverbindung nach Dubrovnik vollständig blockiert. Der Zusammenstoß zweier Fahrzeuge, bei dem mehrere Personen verletzt wurden, führte zum Verkehrskollaps und zu einer kilometerlangen Kolonne.
Nach Informationen der Verkehrspolizei der Polizeidirektion Dubrovnik-Neretva kam es gegen 9:50 Uhr auf der Adriamagistrale zum Zusammenstoß eines Wohnmobils und eines Pkw, beide mit ausländischen Kennzeichen. Sofort wurden Rettungswagen und Polizeibeamte zur Unfallstelle entsandt, die die Unfallaufnahme durchführen.
Aufgrund der Unfallaufnahme wurde der Verkehr in beide Richtungen vollständig gestoppt. Die Fahrzeugschlange von der Seite Dubrovniks erstreckt sich von Orašac, und laut Berichten aus der Viber-Gruppe "Radarska kontrola Dubrovnik" reichte das Ende der Kolonne sogar bis Trsteno. Die Situation wird zusätzlich durch den Stau auf der alten Umgehungsstraße über Majkovi erschwert, die Fahrer als alternative Route nutzen, wie aus der Gruppe "Radari i kontrole dubrovačke županije" gemeldet wird.
Verkehrsexperte Željko Marušić kritisierte in einem Interview mit N1, das von Slobodna Dalmacija übernommen wurde, scharf die Art und Weise, wie Unfallaufnahmen durchgeführt werden, und betonte, dass die Methoden veraltet seien und unnötige stundenlange Blockaden verursachen.
"Nachdem die Verletzten versorgt sind, und das ist das Wichtigste, kann und sollte die Unfallaufnahme selbst vielfach kürzer dauern, nicht stundenlang wie bisher. Die Polizei sollte Drohnen einsetzen und nicht Techniken wie vor fünfzig Jahren", sagte Marušić.
Marušić ist der Ansicht, dass durch den Einsatz moderner Technologie wie Drohnen zur 3D-Vermessung der Unfallstelle die Beweissicherung beschleunigt und beschädigte Fahrzeuge schnell von den Fahrspuren entfernt werden können. "Man muss diese Prozedur einfach beschleunigen und verbessern, indem man Hubschrauber und Drohnen einsetzt. Das Wichtigste ist, die Verletzten zu versorgen, und dann so schnell wie möglich die beschädigten Fahrzeuge von den Fahrspuren zu entfernen. Die Polizei könnte das trainieren. Es darf nicht passieren, dass Unfallaufnahmen stundenlang dauern", fügte er hinzu.
Der Experte nannte auch drei konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Prozedur. Der erste ist die sofortige Freigabe des notwendigen Platzes auf der Straße und der Einsatz von Hochtechnologie zur Beweissicherung, einschließlich 3D-Scans mit Drohnen. Der zweite Vorschlag ist die Bereitstellung von Bereitschaftsdiensten an strategischen Standorten für die schnelle Entfernung beschädigter Fahrzeuge.
"Und drittens sollte für alle Staus, die durch einen Verkehrsunfall und die Unfallaufnahme auf der Autobahn länger als 90 Minuten verursacht werden, eine Untersuchungskommission eingesetzt werden, die die Gründe für die Dauer des Prozesses bewertet und Maßnahmen zur Verbesserung initiiert", schloss Marušić.