Die anhaltende Dürre und die hohen Temperaturen, die Bosnien und Herzegowina seit Wochen belasten, haben zu ernsthaften Problemen in der Wasserversorgung geführt. Zahlreiche Städte und Gemeinden im ganzen Land waren gezwungen, Einschränkungen beim Wasserverbrauch einzuführen und die Bürger zum Sparen aufzurufen. Besonders alarmierend ist die Lage in der Herzegowina, wo die Temperaturen in den letzten Wochen am höchsten waren, berichtet der HRT am 7. August 2026.
Herzegowina im Fokus: Appelle und Verbote
Das Wasserversorgungsunternehmen von Mostar appellierte an die Bürger, Wasser ausschließlich für den Grundbedarf zu nutzen. In mehreren Vororten ist die Lage so ernst, dass bereits vorübergehende Versorgungsunterbrechungen in Kraft sind. Noch dramatischer ist die Situation in Široki Brijeg, wo die Vorräte an der wichtigsten Quelle Borak drastisch gesunken sind. Das Wasserversorgungsunternehmen warnt, dass es gezwungen sein wird, die Wasserversorgung zeitweise zu unterbrechen, wenn die Bürger nicht sofort ihren Verbrauch reduzieren.
Ähnliche Warnungen kamen auch aus Posušje und Tomislavgrad. In Tomislavgrad sind die Behörden einen Schritt weiter gegangen und haben ein ausdrückliches Verbot erlassen, Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung für die Bewässerung von Gärten, Obstplantagen und Rasenflächen, das Befüllen von Pools sowie für das Waschen von Fahrzeugen, Straßen und Höfen zu verwenden.
Nächtliche Unterbrechungen und Sparappelle
Die Probleme mit der Wasserversorgung haben auch andere Teile des Landes nicht verschont. In Teilen von Konjic und in der Region Cazin in Westbosnien sind bereits nächtliche Unterbrechungen der Wasserversorgung in Kraft, eine direkte Folge der geringeren Quellschüttung und des erhöhten Verbrauchs. Appelle zu einem rationalen Wasserverbrauch wurden an die Bewohner von Bihać, Prijedor, Travnik, Laktaši und Zvornik gerichtet.
Reaktionen der Institutionen und Warnungen für die Zukunft
Das Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft der Republika Srpska hat sich an die Bürger, Landwirte und Unternehmen gewandt und zu einem rationalen Umgang mit Wasser aufgerufen. Sie warnten, dass der anhaltende Niederschlagsmangel direkt zu einer Verringerung der Quellschüttung, sinkenden Flusspegeln und niedrigeren Stauseeständen führt. Auch in einigen Siedlungen in Banja Luka ist die Wasserversorgung eingeschränkt.
Die zuständigen kommunalen Unternehmen warnen, dass sich die Einschränkungen auf andere Teile Bosnien und Herzegowinas ausweiten könnten, die derzeit nicht von diesen Maßnahmen betroffen sind, falls die Trockenperiode anhält.