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Dürre bedroht Stromproduktion: Krško reduziert Leistung

Wegen des extrem niedrigen Wasserstands der Save reduziert das Kernkraftwerk Krško vorsorglich die Reaktorleistung auf 80 Prozent, doch der Wirtschaftsminister versichert der Öffentlichkeit, dass die Versorgung sicher und stabil ist.

Foto: Simon Petereit na Pexels
Kurz gesagt
  • Das Kernkraftwerk Krško reduziert in der Nacht zum 5. August die Reaktorleistung auf 80 % wegen des niedrigen Wasserstands der Save.
  • Wirtschaftsminister Ante Šušnjar erklärte, dass es keine Strompreiserhöhungen geben werde und die Versorgung sicher sei.
  • Die Großhandelspreise für Strom in Kroatien sind auf etwa 180 Euro pro Megawattstunde gestiegen.
  • Ähnliche Kühlprobleme betreffen auch das ungarische Kernkraftwerk Paks wegen des ausgetrockneten Donau.

Während eine Hitzewelle die Flüsse in ganz Europa austrocknet, steht Kroatien vor einer neuen Herausforderung im Energiesektor. Das Kernkraftwerk Krško hat angekündigt, in der Nacht zum Donnerstag, dem 5. August 2026, die Reaktorleistung schrittweise auf 80 Prozent zu reduzieren. Grund dafür sind extrem hohe Temperaturen und der niedrige Wasserstand der Save, die die Kühlmöglichkeiten der Anlage einschränken.

Aus dem Kraftwerk hieß es, es handele sich um eine vorbeugende und kontrollierte Maßnahme, die zur Einhaltung der Umweltauflagen bezüglich der Flusstemperatur durchgeführt werde. Es wurde auch gewarnt, dass die Leistung weiter reduziert werden könnte, falls sich die hydrologischen Bedingungen weiter verschlechtern. Eine Rückkehr zur vollen Kapazität wird erwartet, sobald es die Wetter- und hydrologischen Bedingungen zulassen.

Minister Šušnjar: "Das System ist sicher, es wird keine Preiserhöhungen geben"

Angesichts der wachsenden Besorgnis der Öffentlichkeit gab Wirtschaftsminister Ante Šušnjar eine Erklärung gegenüber RTL ab und wies die Möglichkeit von Strompreiserhöhungen entschieden zurück. "Es kann nicht zu Preiserhöhungen kommen. Die Versorgung in Kroatien ist sicher, wir haben eine stabile Produktion und einen stabilen Austausch. Das System ist sicher", sagte Minister Šušnjar.

Seine Aussage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem ähnliche Probleme auch in der Nachbarschaft auftreten. Das ungarische Kernkraftwerk Paks, das zur Kühlung auf die Donau angewiesen ist, hat in den letzten Tagen seine Produktion wegen des rekordniedrigen Wasserstands des Flusses schrittweise reduziert. Die ungarischen Behörden haben gewarnt, dass es bei einer Verschlechterung der Bedingungen zum ersten vollständigen Stillstand des Kraftwerks in mehr als vier Jahrzehnten seines Betriebs kommen könnte.

Marktpreise steigen, aber ohne größere Störungen

Obwohl es in den anderen Ländern der Region bisher keine größeren Störungen im Betrieb der Kernkraftwerke gibt, sind die Großhandelspreise für Strom in den letzten Tagen deutlich gestiegen. Dazu haben die Hitzewelle, der erhöhte Energieverbrauch für Kühlung und die geringere Produktion der Wasserkraftwerke beigetragen.

Auf dem kroatischen Markt liegen die Preise für die Lieferung am Folgetag derzeit bei etwa 180 Euro pro Megawattstunde, was deutlich höher ist als die Werte, die während des größten Teils des Sommers verzeichnet wurden. Trotzdem deutet die Aussage von Minister Šušnjar darauf hin, dass sich dieser Marktdruck vorerst nicht auf die Rechnungen der Bürger auswirken wird.

Häufige Fragen
Warum reduziert das Kernkraftwerk Krško seine Leistung? +
Wegen extrem hoher Temperaturen und des niedrigen Wasserstands der Save, was die Kühlung der Anlage erschwert. Es handelt sich um eine vorbeugende Maßnahme zur Einhaltung der Umweltauflagen.
Wird der Strom in Kroatien deshalb teurer? +
Wirtschaftsminister Ante Šušnjar behauptet, dass es dafür keinen Grund gebe und die Versorgung in Kroatien sicher und stabil sei.
Wie ist die Situation bei den Großhandelspreisen für Strom? +
Die Großhandelspreise sind erhöht und liegen bei etwa 180 Euro pro Megawattstunde, aber der Minister versichert, dass sich dies nicht auf Preiserhöhungen für Endverbraucher auswirken wird.
Sind auch andere Kernkraftwerke in der Region von der Dürre betroffen? +
Ja, das ungarische Kernkraftwerk Paks reduziert ebenfalls seine Produktion wegen des rekordniedrigen Wasserstands der Donau, und die ungarischen Behörden warnen vor einem möglichen vollständigen Stillstand.

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