Zeugnis über das Massaker von Dalj: Zwei Tage im Schweinestall versteckt
Am heutigen Tag im Jahr 1991 starben bei der Verteidigung der Polizeistation in Dalj 39 kroatische Verteidiger, die sich weigerten, sich der JNA zu ergeben.
Am heutigen Tag im Jahr 1991 starben bei der Verteidigung der Polizeistation in Dalj 39 kroatische Verteidiger, die sich weigerten, sich der JNA zu ergeben.
Anlässlich des Jahrestages eines der schwersten Tage zu Beginn des Kroatienkrieges wird die Erinnerung an die Verteidigung der Polizeistation in Dalj wieder wachgerufen. Unter den Aufzeichnungen und Zeugnissen, die überliefert sind, ist das Bekenntnis eines Mannes besonders erschütternd, der mit übermenschlicher Anstrengung den schrecklichen Angriff überlebte.
Der Zeuge des Geschehens, dessen Name bekannt ist, verbrachte zwei Tage versteckt in einem Schweinestall und beobachtete das Massaker, das sich in seiner Nähe abspielte. Der Schrecken, den er sah, hinterließ eine unauslöschliche Spur. Sein Zeugnis ist in einem Satz zusammengefasst, der das ganze Grauen des Augenblicks verdeutlicht: "Ich habe alles gesehen, ich hatte Angst zu atmen."
Am 1. August 1991 verteidigten 20 kroatische Polizisten, 15 Angehörige der Nationalgarde und vier Angehörige des Zivilschutzes die Polizeistation in Dalj. Als ihnen die aggressive Jugoslawische Volksarmee (JNA) ein Ultimatum stellte, sich zu ergeben, lehnten sie dies ab. Es folgte ein ungleicher und heftiger Angriff, bei dem alle ums Leben kamen.
Ihr Opfer bleibt ein dauerhaftes Symbol des Widerstands und der Verteidigung Ostslawoniens in der frühesten Phase des Kroatienkrieges und erinnert an den Preis der Freiheit, den die Verteidiger zahlten.
Dieses schreckliche Ereignis wird auch in diesem Jahr, wie in allen vorherigen, mit Kranzniederlegungen und dem Anzünden von Kerzen begangen. Der Akt des kollektiven Gedenkens ehrt den Mut derer, die nicht kapitulierten, aber auch die persönlichen Tragödien der Zivilisten, die sich versteckten und Zeugen des unvorstellbaren Grauens des Krieges wurden.