Wie kann man sich selbst helfen und wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Für viele, die unter Orthopnoe leiden, ist das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper oft hilfreich. Die Verwendung zusätzlicher Kissen oder das Anheben des Kopfteils kann den Blut- und Flüssigkeitsfluss zu den Lungen verringern und so die Atmung erleichtern. Die Anzahl der benötigten Kissen für einen erholsamen Schlaf kann darauf hindeuten, dass sich die Symptome verschlimmern. Wenn jemand im Laufe der Zeit immer mehr Kissen benötigt, um atmen zu können, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und kann Sauerstoff, CPAP-Geräte für Schlafapnoe, Diuretika bei Herzinsuffizienz, Antibiotika bei bakteriellen Infektionen, Drainage von Flüssigkeit um die Lunge oder operative Eingriffe am Herzen umfassen. Bei übergewichtigen Personen kann eine Gewichtsabnahme eine deutliche Verbesserung bringen.
Atembeschwerden, die in liegender Position auftreten, sollten nicht ignoriert werden, insbesondere wenn sie neu sind oder sich verschlimmern. Sofortige ärztliche Hilfe ist erforderlich, wenn neben der Orthopnoe Brustschmerzen oder -druck, plötzliche Atemnot, Herzrasen, Fieber oder Schüttelfrost, das Abhusten von verfärbtem oder rosafarbenem Auswurf, Schwellungen an Beinen, Knöcheln, Armen oder Bauch, plötzliche Gewichtsveränderungen oder ausgeprägte, ungewöhnliche Erschöpfung auftreten.