Die Fußballer von Hajduk spielen heute Abend in Vilnius das erste Spiel der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League gegen das litauische Team Žalgiris. Trainer Gonzalo García hat sich nach der Niederlage in Varaždin (1:2) entschieden, Marko Livaja erneut auf der Bank zu lassen, und das überraschende Detail des Abends ist die Kapitänsbinde, die sich am Arm von Toni Silić befand.
Die längste Vereinszugehörigkeit unter den Gastspielern
Obwohl sich viele Fans fragen könnten, warum die Ehre nicht beispielsweise Rokas Pukštas zuteilwurde, einem Amerikaner litauischer Wurzeln, der in den letzten Jahren einen größeren Beitrag zur Seniorenmannschaft geleistet hat, liegt die Erklärung in der Vereinszugehörigkeit. Silić kam im Alter von 11 Jahren aus Dugopolje zu Hajduk und trägt von allen Spielern, die heute Abend in der litauischen Hauptstadt auf das Spielfeld gegangen sind, am längsten das weiße Trikot.
Wie Telegram.hr berichtet, ist Silić streng genommen der Spieler, der von allen anwesenden Gastspielern auf dem Platz in Vilnius die meiste Zeit im Hajduk-Trikot verbracht hat, und das ist wahrscheinlich der Grund, warum er die Ehre erhielt, die Kapitänsbinde zu tragen.
Ungewöhnliche Entscheidung nach Veränderungen in der Hierarchie
Die Entscheidung ist umso interessanter, als die Kapitänsbinde in der bisherigen Saison Dario Melnjak gehörte, insbesondere in den Spielen gegen Pafos und Žilina. Melnjak, eigentlich Vizekapitän der Mannschaft, stand heute Abend nicht in der Startelf, daher fiel die Wahl auf Silić. In Varaždin trug dagegen Livaja die Binde, der dieses Spiel von der ersten Minute an begann.
In den letzten Jahren hatte neben Livaja Filip Krovinović die Rolle des Vizekapitäns inne, doch nach der einvernehmlichen Vertragsauflösung auf Poljud setzte er seine Karriere beim brasilianischen Klub Grêmio fort. Silićs Weg vom Standard-Ersatzspieler für den Torhüter zum Kapitän in einem europäischen Spiel ist ein weiteres Zeichen dafür, wie schnell sich die Dynamik innerhalb einer Mannschaft ändern kann.