Toni Silić: Die Niederlage gegen Pafos hat Spuren hinterlassen
Hajduk verlor in der 1. Runde der SuperSport HNL mit 2:1 gegen Varaždin, erst das vierte Mal in 35 Saisons, dass der Klub aus Split mit einer Niederlage in die Meisterschaft startete.
Hajduk verlor in der 1. Runde der SuperSport HNL mit 2:1 gegen Varaždin, erst das vierte Mal in 35 Saisons, dass der Klub aus Split mit einer Niederlage in die Meisterschaft startete.
Hajduk hat die neue Saison der SuperSport HNL mit einer 2:1-Niederlage bei Varaždin am 2. August 2026 eröffnet. Nach dem Ausscheiden gegen Pafos in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League mit einem Gesamtergebnis von 4:2 erlitt die Mannschaft aus Split einen weiteren Rückschlag, der die Ergebniskrise zu Beginn der Saison weiter vertiefte.
Der Gastgeber ging in der 53. Minute durch ein Tor von Mario Mladenovski nach einem Standard in Führung. Hajduk antwortete schnell, bereits in der 56. Minute glich Rokas Pukštas aus. Doch Varaždin übernahm in der 62. Minute erneut die Führung, als Luka Mamić nach einem großen Fehler der Abwehr aus Split traf. In der 90. Minute hatte Hajduk die Chance zum Ausgleich, aber Josip Silić parierte den Strafstoß von Marko Livaja.
Hajduks Trainer Gonzalo Garcia machte nach dem Spiel keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit. "Als wir gegen Pafos spielten, wussten wir, dass es ein schwerer Gegner ist. Wir haben ein sehr gutes erstes Spiel gemacht, und im zweiten haben wir in der letzten Sekunde verloren. Heute sind wir schlecht gestartet, in der ersten Halbzeit hatten wir keine Energie. In der zweiten Halbzeit waren wir besser, wir hatten Kontrolle und haben Chancen kreiert, aber wir haben zwei dumme Tore nach Standards kassiert. Wir haben dominiert und Chancen herausgespielt, aber die Gegentore haben uns das Genick gebrochen", sagte Garcia gegenüber Liku Online.
Der spanische Coach nahm in der Halbzeit sogar vier Wechsel vor, was er mit der Notwendigkeit begründete, die Mannschaft nach dem anstrengenden Europapokalspiel aufzufrischen. "Die Spieler sind noch müde vom Donnerstag. Wir setzen viele Spieler ein, genau wegen dieses Rhythmus. Ich bin nicht enttäuscht von der zweiten Halbzeit, aber ich bin wütend über die Art und Weise, wie wir beide Tore kassiert haben. Solche Dinge dürfen uns nicht passieren", so Garcia.
Hajduks Torhüter Toni Silić, dessen Bruder Josip auf der Gegenseite stand und den Elfmeter von Livaja parierte, war ehrlich in seiner Einschätzung der Leistung seiner Mannschaft. "Wir sind ohne Energie in die erste Halbzeit gegangen, wir hatten vielleicht zwei Chancen. Varaždin hat auf Konter gelauert, und in der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, energischer zu sein. Das erste Tor haben wir nach einem Standard kassiert, das zweite nach einem individuellen Fehler. Am Ende haben wir nicht mehr verdient. Die Niederlage gegen Pafos hat Spuren hinterlassen, dieses Spiel war die ideale Gelegenheit, den bitteren Geschmack loszuwerden, aber das ist uns nicht gelungen", sagte Toni Silić gegenüber Index.hr.
Trotz der Niederlage richtete Silić den Blick bereits auf die nächste Herausforderung. "Ich verteidige die Farben meines Klubs, leider habe ich nicht getroffen. Jetzt werden wir das analysieren und in vier Tagen Charakter zeigen, gewinnen und dann in Split weiterkommen", schloss er.
Wie Tportal berichtet, hat Hajduk in 35 Saisons der HNL erst zum vierten Mal das erste Meisterschaftsspiel verloren. Die Weißen haben traditionell gut in die Saisons gestartet, aber diesmal hat Varaždin diese Serie beendet. Vor der diesjährigen Niederlage war das nur dreimal passiert. Zuletzt in der Saison 2021/22, als Lokomotiva auf Poljud mit 2:1 gewann, in der Saison 2009/10, als Osijek im Gradski vrt mit 1:0 siegte, und im Juli 2001, als Varteks in Varaždin mit 2:0 feierte.
Hajduk hat nun nicht viel Zeit zur Erholung. Bereits am Mittwoch gastiert man bei Žalgiris im ersten Spiel der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League. "Es wird eine schwere Reise. Wir sind müde, aber das ist keine Entschuldigung. Wir müssen besser sein", so Trainer Garcia.