Hitzehaube über Kroatien: Temperaturen bis zu 42 Grad
Die anhaltende Hitzewelle seit Mitte Juli bringt extreme Temperaturen, und der DHMZ hat für weite Teile des Landes die höchste Warnstufe ausgegeben. Eine Abkühlung wird erst für Freitag erwartet.
Die anhaltende Hitzewelle seit Mitte Juli bringt extreme Temperaturen, und der DHMZ hat für weite Teile des Landes die höchste Warnstufe ausgegeben. Eine Abkühlung wird erst für Freitag erwartet.
Kroatien wird von einer der ausgeprägtesten Hitzewellen dieses Sommers erfasst, und laut neuen Prognosekarten steht der Höhepunkt der Hitze noch bevor. Der Staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) hat für weite Teile des Landes den roten Wetteralarm ausgegeben, was eine sehr große Gefahr durch extrem hohe Temperaturen bedeutet. Heute, am 4. August 2026, werden die höchsten Tageshöchsttemperaturen zwischen 34 und 39 Grad Celsius liegen.
Das Meteorologieportal Severe Weather Europe berichtet, dass sich die starke Hitzehaube, die sich bereits Mitte Juli gebildet hat, nun nach Osteuropa verlagert und den Balkan erfasst. Dieses Phänomen, erklärt der DHMZ, entsteht, wenn sich ein Hochdruckgebiet mit heißer Luft über längere Zeit über einer Region hält, und der hohe Druck die Luft zusätzlich zum Boden drückt und erwärmt, wodurch die Bildung von Wolken und Niederschlägen verhindert wird. Das Ergebnis sind wochenlanges klares Wetter mit extremen Temperaturen.
Der Mittwoch bringt eine weitere Verschlechterung. Der Kern der heißesten Luft verlagert sich über Kroatien, Serbien und Rumänien. In Ostkroatien und Nordserbien könnten die Temperaturen sogar 42 Grad erreichen. Die nächtlichen Tiefsttemperaturen im Landesinneren sinken nur auf 15 bis 20 Grad, während es an der Adria deutlich wärmer wird, zwischen 22 und 26 Grad, was Bedingungen für sogenannte Tropennächte schafft.
Der Donnerstag kündigt sich als der heißeste Tag für den nördlichen Balkan und Osteuropa an. Meteorologen sagen voraus, dass die Temperatur im Herzen der Pannonischen Tiefebene einen Höhepunkt von etwa 43 Grad erreichen könnte. Auch in den Ebenen Norditaliens ist die Lage nicht besser, wo Werte zwischen 40 und 43 Grad erwartet werden. Die nächtliche Abkühlung in größeren Städten wird nahezu ausbleiben, mit Temperaturen, die nicht unter 22 bis 26 Grad fallen.
Der DHMZ hat eine deutliche Warnung an die Bevölkerung gerichtet. "Es werden extrem hohe Temperaturen erwartet. Schützen Sie sich selbst, Kinder und ältere Menschen. Befolgen Sie die Ratschläge der zuständigen Behörden. Es kann zu Störungen an einzelnen Infrastrukturen kommen", heißt es in ihrer Mitteilung. Die langfristige Exposition gegenüber solchen Bedingungen ist besonders gefährlich für chronisch Kranke und alle, die im Freien arbeiten. Meteorologen raten, längere Aufenthalte im Freien während der heißesten Tageszeit zu vermeiden, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und die Empfehlungen zum Schutz vor hohen Temperaturen zu befolgen. Gleichzeitig steigt auch die Gefahr von Waldbränden in Südeuropa und auf dem westlichen Balkan.
Eine teilweise Entlastung könnte am Freitag eintreten, wenn in Kroatien ein leichter Temperaturrückgang erwartet wird, insbesondere im Landesinneren. Bei stärkerer Bewölkung sind lokal auch Gewitter möglich. Die Hitze wird sich gleichzeitig weiter nach Südwestbalkan ausbreiten, einschließlich Bulgarien und Griechenland, sowie nach Westrussland. Dennoch könnte die Verschnaufpause nur von kurzer Dauer sein. Die Wettermodelle deuten auf die Möglichkeit der Bildung einer neuen Hitzewelle hin, die Anfang nächster Woche erneut Südwest-, West- und Mitteleuropa erfassen könnte.