Kroatien wird von einer starken Hitzewelle erfasst, die auch Anfang August nicht nachlässt. Der Staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) hat für Sonntag, den 2. August 2026, eine rote Warnung für vier Regionen wegen extrem hoher Temperaturen herausgegeben, die bis zu 40 Grad Celsius erreichen können. Der Direktor des Klinischen Krankenhauses Sveti Duh, Edvard Galić, mahnt die Bürger, insbesondere chronisch Kranke, zu dringender Vorsicht.
Glühende Hitze im ganzen Land
Laut der Prognose des DHMZ, die von Tportal übernommen wurde, wird es in den meisten Teilen des Landes sonnig und sehr heiß sein. Die Höchsttemperaturen werden zwischen 33 und 39 Grad liegen, im Binnenland Dalmatiens könnten sie sogar 40 Grad erreichen. Dalmatia News berichtet, dass in weiten Teilen des Landes eine regelrechte Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 39 Grad erwartet wird.
Wie Dubrovnik Insider berichtet, steht Dalmatien und Dubrovnik ein neuer Hitzeschlag mit Temperaturen bis zu 38 Grad bevor, eine Wetteränderung zeichnet sich erst gegen Ende der nächsten Woche ab. Im Osten Kroatiens werden 36 bis 38 Grad erwartet, in den zentralen Regionen 35 bis 36 Grad und im Westen des Landes 32 bis 37 Grad. Im äußersten Süden des Landes werden die Temperaturen zwischen 33 und 38 Grad liegen.
Roter Alarm für vier Regionen
Der DHMZ hat wegen der gefährlichen Hitze die höchste Warnstufe herausgegeben. Der rote Alarm, der extrem gefährliches Wetter kennzeichnet, wurde für die Regionen Knin, Rijeka, Split und Dubrovnik ausgerufen. In der Region Knin werden Temperaturen über 38 Grad erwartet, im Gebiet Rijeka über 36 Grad, in der Region Split über 35 Grad und in der Region Dubrovnik über 34 Grad, so Tportal.
Eine orange Warnung gilt für die Regionen Osijek, Zagreb und Karlovac, wo die Temperaturen 36 bzw. 37 Grad überschreiten werden. Für die Region Gospić wurde eine gelbe Warnung mit erwarteten Temperaturen über 32 Grad herausgegeben. Neben der Hitze gelten auch Warnungen vor starkem Wind. Im Velebit-Kanal werden Böen der Bora bis zu 95 km/h erwartet, an der Westküste Istriens, auf Kvarner und Kvarnerić Windböen bis zu 75 km/h.
Wegen der extremen Hitze warnt Tportal vor möglichen Störungen im Verkehr, bei der Stromversorgung und im Betrieb anderer öffentlicher Systeme. Die biometeorologischen Bedingungen werden ungünstig sein, und die Hitze kann ausgeprägten Hitzestress verursachen, insbesondere bei wetterfühligen Menschen und chronisch Kranken, denen geraten wird, ihre Therapie regelmäßig einzunehmen und die ärztlichen Anweisungen zu befolgen.
Krankenhäuser unter Druck, Arzt appelliert zur Vorsicht
Die Hitzewelle füllt auch die Krankenhäuser. Der Direktor des Klinischen Krankenhauses Sveti Duh, Edvard Galić, betonte gegenüber Dnevnik HRT, wie Index.hr berichtet, dass die Aufnahmerate in den letzten Tagen gestiegen ist, und zwar aufgrund von Dehydrierung, Schwindel, Ohnmacht und erhöhtem Blutdruck.
Einen besonderen Appell richtete er an chronisch Kranke. "Wir empfehlen in dieser Zeit, häufiger den Blutdruck und das Körpergewicht zu messen, Farbe und Menge des Urins zu beobachten, und wenn bestimmte Symptome auftreten, sich jedes Mal an den Arzt zu wenden", sagte Galić gegenüber HRT.
Er betonte, dass Patienten auf keinen Fall ihre verordnete Therapie eigenmächtig ändern dürfen. "Sie sollten ihre Therapie auf keinen Fall ändern, denn eine eigenmächtige Änderung der Therapie kann gefährlicher sein als die Hitze. Während dieser heißen Tage kann tatsächlich eine Anpassung der Dosis erforderlich sein, insbesondere bei der Einnahme von Diuretika oder Blutdruckmedikamenten. Aber auf keinen Fall sollten Sie dies selbst ändern, sondern unbedingt einen Arzt konsultieren, der die Dosis des Medikaments festlegen muss", so seine Botschaft.
Alkohol, Energy-Drinks und Klimaanlagen
Galić äußerte sich auch zum Konsum von Alkohol und Energy-Drinks. "Alkohol ist im Grunde ein Verstärker von allem und wirkt ähnlich wie die Hitze. Er wirkt als Diuretikum, entzieht dem Körper Wasser und erweitert die Blutgefäße. In gewisser Weise kann all dies zu einem Blutdruckabfall führen", erklärte er.
Was Energy-Drinks betrifft, warnte er besonders. "Ich persönlich würde sagen, dass sie gefährlicher sind, wenn der Körper einer größeren, intensiveren körperlichen Anstrengung und Hitze ausgesetzt ist. Daher ist Vorsicht bei Energy-Drinks geboten", sagte er. Der Direktor gab auch eine Empfehlung für die Nutzung von Klimaanlagen und betonte, dass die Raumtemperatur nicht zu niedrig sein sollte. "Das größte Problem ist beim Betreten eines stark gekühlten Raumes, da dies das Herz zusätzlich belasten kann. Was ich als Empfehlung geben würde, ist Anpassung. Beim Verlassen des Gebäudes ist es vielleicht gut, sich in einem nicht so klimatisierten Flurbereich aufzuhalten, bevor man nach draußen geht", riet er.
Der DHMZ warnt, dass die Hitzewelle auch zu Beginn der Woche anhalten wird. Den Bürgern wird empfohlen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, leichte Kost zu essen, sich vor UV-Strahlung zu schützen und sich während der heißesten Tageszeit nicht im Freien aufzuhalten.