Hitzewelle kommt: Warum Wasser Sie nicht retten wird
HZJZ warnt vor den Gefahren extremer Hitze, und Experten betonen die entscheidende Rolle von Elektrolyten für die Gesundheit und die Vorbeugung schwerwiegender Zustände wie Herzinfarkt.
HZJZ warnt vor den Gefahren extremer Hitze, und Experten betonen die entscheidende Rolle von Elektrolyten für die Gesundheit und die Vorbeugung schwerwiegender Zustände wie Herzinfarkt.
Während Kroatien von einer Hitzewelle erfasst wird, hat das Kroatische Institut für öffentliche Gesundheit (HZJZ) wichtige Anweisungen zum Schutz der Gesundheit herausgegeben. Obwohl die Flüssigkeitszufuhr bei hohen Temperaturen oberste Priorität hat, betonen Experten, dass Wasser allein nicht ausreicht. Der Körper benötigt, insbesondere bei körperlicher Aktivität, zusätzliche Unterstützung, um schwerwiegende, möglicherweise sogar tödliche Folgen der Hitze zu verhindern.
Extreme Hitze löst eine Reihe physiologischer Reaktionen aus, die die Gesundheit ernsthaft gefährden können. Bei hohen Temperaturen kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße, der sogenannten Vasodilatation, was einen Abfall des Blutdrucks zur Folge hat. Diese Veränderung kann Schwäche und Ohnmacht verursachen. Gleichzeitig beginnt das Herz schneller zu schlagen, was das Risiko eines Herzinfarkts erhöht.
Darüber hinaus verringert sich das zirkulierende Blutvolumen, und das Blut wird dicker, was zu einer gefährlichen Thrombose führen kann. Der Körper kühlt sich durch Schwitzen ab, wobei er nicht nur Flüssigkeit, sondern auch lebenswichtige Elektrolyte verliert. Starkes Schwitzen kann Hitzekrämpfe und Erschöpfung auslösen. Langfristig erhöht UV-Strahlung das Risiko für bösartige Hauttumore wie Melanome sowie für die Entwicklung von Katarakten (Grauer Star) im Auge.
Dehydrierung entsteht, wenn der Körper mehr Flüssigkeit verliert, als er aufnimmt, und das empfindliche Gleichgewicht der Mineralstoffe gestört wird. Symptome, auf die man achten sollte, sind trockener Mund, klebriger und zäher Speichel, Gesichtsrötung, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie dunkel gefärbter Urin. Gerade die Urinfarbe ist der beste Indikator für die Hydratation: Helles und klares Urin ist ein Zeichen für gute Hydratation, während dunkles und trübes Urin auf einen Flüssigkeitsmangel hinweist.
Die Expertin Dr. Sakiko Minagawa erläutert die entscheidende Rolle der Elektrolyte, zu denen Natrium, Kalium, Kalzium und Chlorid gehören. "Sie spielen eine große Rolle bei der Funktion von Muskeln und Nerven sowie beim Blutdruck", sagt sie. Es ist äußerst wichtig, alles zu ersetzen, was durch das Schwitzen verloren geht. Dr. Minagawa warnt davor, dass der Konsum übermäßiger Mengen Wasser ohne die Aufnahme von elektrolythaltigen Getränken zu einem noch schnelleren Verlust dieser Elektrolyte aus dem Körper führen kann.
Die Schlussfolgerung ist klar: Während der Sommermonate, insbesondere bei Hitzewellen, ist es notwendig, auf die Zufuhr von Elektrolyten zu achten. Es wird empfohlen, den Tag mit einem Getränk zu beginnen, das Elektrolyte enthält, und die Zufuhr durch elektrolytreiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse und Obst zu unterstützen.
Das HZJZ rät auch zu einer Reihe weiterer Vorsichtsmaßnahmen. Die Ernährung sollte maßvoll sein und auf saisonalem Gemüse und Obst basieren. Tragen Sie leichte, weite Kleidung in hellen Farben aus natürlichen Materialien, vergessen Sie nicht Hüte, Kappen und Sonnenbrillen. Duschen Sie mit lauwarmem Wasser und legen Sie kalte Kompressen auf. Wenn Sie im Freien arbeiten oder trainieren, ist es entscheidend, häufigere Pausen im Schatten einzulegen und mehr Flüssigkeit zu trinken, die Empfehlung lautet 1,5 Tassen alle 30 Minuten. Vermeiden Sie außerdem die direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere zwischen 10 und 17 Uhr.