Ein 20 Monate altes Kind ist am Wochenende an den Folgen eines Hitzschlags auf der spanischen Insel Fuerteventura gestorben. Nach Angaben lokaler Medien soll das Baby in einem Auto zurückgelassen worden sein, nachdem ein Elternteil es versehentlich vergessen hatte.
Die Information wurde der Nachrichtenagentur EFE vom regionalen Gesundheitsministerium bestätigt. Das Kind wurde zunächst in kritischem Zustand ins Allgemeine Krankenhaus auf Fuerteventura aufgenommen, von wo aus es mit einem Rettungshubschrauber dringend ins Universitätsklinikum für Mütter und Kinder (Materno Infantil) in Las Palmas auf Gran Canaria geflogen wurde. Trotz der Bemühungen der Ärzte starb der Junge in den frühen Morgenstunden am Sonntag.
Temperaturen über 40 Grad
Die Kanarischen Inseln wurden am Wochenende von einer starken Hitzewelle heimgesucht. Fuerteventura stand seit Freitag unter einer gelben Warnung wegen hoher Temperaturen, während auf Gran Canaria die Temperaturen über 40 Grad Celsius lagen und nach einigen Quellen sogar bis zu 45 Grad erreichten. Für die Bergregionen sowie die südlichen, östlichen und westlichen Teile von Gran Canaria wurde eine rote Warnung herausgegeben, und Teile des benachbarten Teneriffas standen unter einer orangefarbenen Warnung.
Bislang wurden keine weiteren Details zu den Umständen des Vorfalls veröffentlicht, einschließlich der Frage, wie lange das Kind im Fahrzeug war oder woher die Familie stammt. Lokale Berichte deuten darauf hin, dass die Familie im Urlaub war.
Eine Reihe ähnlicher Tragödien
Diese Tragödie ist kein Einzelfall. Erst vor wenigen Wochen, am 23. Juli 2026, starb in Portugal ein 18 Monate altes Mädchen namens Sofia. Sie war sieben Stunden lang in einem Fahrzeug eines autorisierten Kindergarten-Transportunternehmens der Marke Peugeot 5008 zurückgelassen worden, das in Almada in der Nähe des berühmten Schreins Cristo Rei nahe Lissabon geparkt war. Die Temperatur erreichte an diesem Tag 30 Grad.
Ihre Mutter kam am Nachmittag, um ihre Tochter abzuholen, doch in der Kindertagesstätte Colegio Mestre Cuco wurde ihr gesagt, dass das Kind nie angekommen sei. Die Notdienste wurden kurz vor 16 Uhr alarmiert, und das Mädchen wurde in kritischem Zustand vor dem Kindergarten gefunden. Trotz Wiederbelebungsversuchen wurde der Tod am Ort des Geschehens festgestellt, und gegen die Kindertagesstätte wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Ein weiterer Fall ereignete sich im Juni 2026 in Frankreich, als zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren tot in einem Familienauto in der Stadt Carpentras im Südosten des Landes aufgefunden wurden, ebenfalls während einer Hitzewelle.