Drei Merlin-Konzerte zerstörten den Rasen des Koševo-Stadions
Das Grün des Stadions Asim Ferhatović Hase erlitt schwere Schäden nach dem Musikmarathon, was nur wenige Tage vor einem möglichen europäischen Auftritt Alarm bei FK Sarajevo auslöste.
Das Grün des Stadions Asim Ferhatović Hase erlitt schwere Schäden nach dem Musikmarathon, was nur wenige Tage vor einem möglichen europäischen Auftritt Alarm bei FK Sarajevo auslöste.
Der grüne Teppich des kultigen Stadions "Asim Ferhatović Hase" in Sarajevo hat erhebliche Schäden erlitten, nachdem es an drei aufeinanderfolgenden Abenden Zehntausende von Dino-Merlin-Fans beherbergte. Die Konzerte vom 31. Juli sowie 1. und 2. August 2026 hinterließen tiefe Spuren auf dem Rasen, wie der Fotograf Armin Durgut festhielt und das Portal 24sata berichtet.
Schon bei der Ankündigung der Konzert-Trilogie herrschte Unmut im Fußballverein Sarajevo. Es bestand die reale Befürchtung, dass der beschädigte Untergrund nicht den strengen UEFA-Standards für europäische Spiele entsprechen würde. In dieser Zeit war Sarajevo im Rennen um die Qualifikation für die Conference League, und die Möglichkeit, Heimspiele auf einem anderen Platz austragen zu müssen, sorgte für große Besorgnis.
Die drei ausverkauften Konzerte von Dino Merlin auf dem Koševo prägten den Musiksommer in Bosnien und Herzegowina und zeigten, dass Sarajevo die Kapazität und das Publikum für die größten regionalen und weltweiten Spektakel hat, berichtet N1 BiH. Die erstklassige Bühnenausstattung, Produktion und die Ankunft von Zehntausenden Menschen aus dem In- und Ausland verliehen der Stadt große kulturelle und touristische Bedeutung.
Gleichzeitig traten jedoch auch ernsthafte organisatorische Herausforderungen auf. Probleme beim Einlass des Publikums am ersten Abend entfachten eine Debatte über die Bereitschaft der bestehenden Infrastruktur, Veranstaltungen dieses Formats aufzunehmen. N1 BiH stellt die Frage, was die Merlin-Konzerte über die Möglichkeiten Sarajevos gezeigt haben, aber auch über die Notwendigkeit moderner Konzertstätten.
Während der Rasen des Koševo unter den Folgen des Musikspektakels litt, war Sarajevo gleichzeitig Gastgeber der 20. Internationalen Sommerschule, die vielversprechende junge Juristen und Forscher aus der ganzen Welt zusammenbrachte, darunter Teilnehmer aus Serbien, Deutschland und Argentinien. In der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina erwarben die Teilnehmer Kenntnisse über internationales Strafrecht, Prozesse der Übergangsjustiz und den Schutz grundlegender Menschenrechte.