Drei Schlangenbisse in zwei Tagen bei Bled
In den slowenischen Bergen wurde zuerst ein 75-Jähriger verletzt, der statt eines Astes eine Schlange ergriff, und einen Tag später zwei junge Ausländer, die sich im Gras ausruhten.
In den slowenischen Bergen wurde zuerst ein 75-Jähriger verletzt, der statt eines Astes eine Schlange ergriff, und einen Tag später zwei junge Ausländer, die sich im Gras ausruhten.
Innerhalb von nur zwei Tagen wurden im Gebiet der Blejska koča am Berg Lipanca in Slowenien gleich drei Bisse von Giftschlangen registriert. Der erste Vorfall ereignete sich am Sonntag, dem 2. August 2026, als eine Schlange, höchstwahrscheinlich eine Hornotter, einen 75-jährigen Bergwanderer am Finger biss. Bereits am nächsten Tag, am Montag, dem 3. August, wurden an derselben Stelle zwei 21-jährige ausländische Staatsbürger verletzt.
Der Unfall des älteren Bergwanderers ereignete sich auf einem steilen Abschnitt des Weges. Beim Versuch, das Gleichgewicht zu halten, wollte sich der Mann an einem Ast festhalten, doch stattdessen ergriff er mit der Hand eine Schlange, die ihn sofort am Finger biss. Sofort trafen Mitglieder der Bergrettung (GRS) aus Radovljica am Unfallort ein, die ihm in seinem Zuhause Erste Hilfe leisteten, und anschließend wurde er mit dem Hubschrauber zum Universitätsklinikum Ljubljana transportiert.
Einen Tag später folgte ein neuer Hilferuf. Zwei 21-Jährige wurden von Schlangen gebissen, von denen vermutet wird, dass es zwei verschiedene waren, während sie sich im Gras ausruhten. Einer wurde am Unterarm gebissen, der andere am Finger. Obwohl sie verletzt waren, wanderten die jungen Männer etwa 45 Minuten zum nächsten Berghaus, wo einer von ihnen plötzlich eine plötzliche Verschlechterung seines Gesundheitszustands erlitt.
Der Leiter der GRS Radovljica, Toni Smolej, schilderte die Details des ungewöhnlichen Einsatzes. "Wir wurden informiert, dass ein junger ausländischer Bergwanderer ins Haus gerannt kam und sagte, er sei von einer Schlange gebissen worden, ebenso wie sein Kollege. Nach diesem Anruf schien es uns seltsam, wie er überhaupt noch gehen konnte", erinnerte sich Smolej. Beide wurden anschließend mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus in Ljubljana gebracht.
Smolej fügte hinzu, dass er sich in den letzten zehn Jahren nicht an so viele Bisse in so kurzer Zeit erinnern könne. Die erhöhte Aktivität der Reptilien führt er auf die spezifischen Wetterbedingungen zurück. Experten warnen, dass es nach einem Biss einer Giftschlange entscheidend ist, sofort Hilfe zu suchen und sich strikt ruhig zu verhalten, um die Ausbreitung des Giftes im Körper zu verlangsamen, genau das Gegenteil von dem, was die jungen Bergwanderer taten.
Diese Fälle sind Teil eines breiteren und besorgniserregenden Musters, da Experten in diesem Jahr eine deutlich erhöhte Anzahl von Begegnungen mit Giftschlangen auf den Wanderwegen in Slowenien feststellen.