Turudić über Vučićs Äußerungen: Soll er doch jammern
Kroatische Politiker in Knin haben die Interpretationen des serbischen Präsidenten zur Operation Oluja zurückgewiesen, und der Generalstaatsanwalt Ivan Turudić erklärte kurz, es sei ihm egal.
Kroatische Politiker in Knin haben die Interpretationen des serbischen Präsidenten zur Operation Oluja zurückgewiesen, und der Generalstaatsanwalt Ivan Turudić erklärte kurz, es sei ihm egal.
Der Generalstaatsanwalt Ivan Turudić hat sich bei der Kommentierung der gestrigen Äußerungen des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić nicht zurückgehalten. Auf die Frage von Journalisten nach der zentralen Feierlichkeit in Knin am 5. August 2026 antwortete Turudić kurz: "Ach, das ist uns völlig egal. Soll er doch jammern", berichtet Telegram.
Einen Tag zuvor, am 4. August 2026, bezeichnete Vučić bei einer Gedenkveranstaltung in Mrkonjić Grad die Operation Oluja als ein Verbrechen, das die Serben nicht vergessen dürften. In seiner Rede ging er besonders auf die Stärkung der serbischen Armee ein und betonte, dass Serbien in jeder Hinsicht schneller vorankomme als andere.
"Wir kommen schneller voran als andere, unsere Wirtschaft wächst schneller, wir wachsen industriell schneller, wir wachsen in jeder Hinsicht schneller. Vergessen Sie nicht, auch militärisch, und wir hoffen, dass wir die Armee niemals zu Verteidigungszwecken einsetzen müssen, und auch in dieser Hinsicht wachsen wir am schnellsten", sagte Vučić.
Der serbische Präsident fügte hinzu, er habe "an mehreren Stellen" gehört, dass einige auf die "zweite Halbzeit" warten. "Wir bitten sie, nicht auf die zweite Halbzeit zu warten. Wir bitten sie, das nicht zu tun, denn wir wollen Frieden und gute Beziehungen mit ihnen", so Vučić.
Kroatien hat 1995 mit der Operation Oluja sein besetztes Staatsgebiet befreit, und das Haager Gericht hat die Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač rechtskräftig freigesprochen. Vučićs Interpretation der Ereignisse wird in Kroatien konsequent zurückgewiesen.
Neben Turudić reagierten auch andere kroatische Politiker auf Vučićs Äußerungen. Wirtschaftsminister Ante Šušnjar erklärte, diejenigen, die solche Botschaften senden, sollten "sich vom falschen Geschäft fernhalten". Vertreter von Most, HDZ und SDP wiesen ebenfalls Vučićs Interpretation der Oluja zurück.
Die scharfen Reaktionen aus Knin spiegeln die anhaltende Verschärfung der Rhetorik zwischen den beiden Ländern in Bezug auf den Heimatkrieg wider, insbesondere an den Tagen der Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag der militärisch-polizeilichen Operation Oluja.