UFC Belgrad: Rekordeinnahmen von 2,49 Millionen Dollar
Die erste UFC-Veranstaltung in Serbien setzte neue finanzielle und sportliche Rekorde, doch der Abend wurde von einer Kontroverse um ein Lied überschattet, das kroatische Städte beansprucht.
Die erste UFC-Veranstaltung in Serbien setzte neue finanzielle und sportliche Rekorde, doch der Abend wurde von einer Kontroverse um ein Lied überschattet, das kroatische Städte beansprucht.
Die erste UFC-Veranstaltung in Serbien, die in der Belgrader Štark-Arena stattfand, übertraf alle finanziellen Erwartungen. Laut Daten, die von der Organisation veröffentlicht und von Kurir.rs übermittelt wurden, wurden durch den Ticketverkauf Einnahmen von 2.490.023 Dollar erzielt, womit der Rekord dieser Halle für Einnahmen aus einer einzelnen Veranstaltung gebrochen wurde. Die Show verfolgten 18.623 Zuschauer live.
Dieser Betrag, der der UFC zusteht, übertraf die Einnahmen zahlreicher europäischer Sport- und Musikveranstaltungen, die über Jahre in der größten serbischen Halle stattfanden. Kurir.rs merkt an, dass der gesamte finanzielle Effekt der Veranstaltung, einschließlich Fernsehrechten, Sponsoring und Verkauf von Begleitprodukten, die reinen Kasseneinnahmen deutlich übersteigt.
Den sportlichen Höhepunkt des Abends lieferte Uroš Medić, der Hauptbefürworter der UFC-Ankunft in Belgrad. Im Kampf gegen den erfahrenen Amerikaner Daniel Rodriguez benötigte Medić für den Sieg durch K.o. nur 30 Sekunden, was ihm den vierten Sieg in Folge durch Abbruch in der ersten Runde einbrachte. Für diesen Auftritt wurde er, wie Kurir.rs berichtet, zusätzlich mit einem Bonus von 100.000 Dollar für eine der besten Leistungen des Abends belohnt.
Aleksandar Rakić debütierte erfolgreich im Schwergewicht. In einem taktisch reifen Kampf besiegte er den polnischen Veteranen Marcin Tybura einstimmig nach Punkten und beendete damit eine Serie von vier Niederlagen. Auf der anderen Seite erlitt der ehemalige Halbschwergewichts-Champion, der Pole Jan Błachowicz, eine schwere Niederlage durch Abbruch in der ersten Runde gegen den Neuseeländer Navajo Stirling.
Die Veranstaltung in Belgrad setzte auch einen neuen UFC-Rekord mit neun Abbruchsiegen in der ersten Runde. Wie Net.hr berichtet, endeten von acht Kämpfen vor dem Hauptprogramm sieben durch Abbruch. Dennoch hatten nicht alle einheimischen Kämpfer Grund zum Feiern. Duško Todorović wurde durch Aufgabe gegen den Schweizer Robert Valentin besiegt, Vlasto Čepo wurde nach einer Minute von Gilbert Urbina k.o. geschlagen, und Marina Spasić verlor ebenfalls durch Aufgabe in der ersten Runde.
Besonders schmerzhaft war das UFC-Debüt des montenegrinischen Kämpfers Miloš Janičić, dessen Kampf gegen Noah Gugnon nach weniger als neunzig Sekunden endete, nachdem ein Tritt seine Bein verletzt hatte. Auf der anderen Seite begeisterte die einheimische Kämpferin Nina Nikolija Milošević mit einem Sieg durch technischen K.o. über Hailey Cowan, und auch Jovan Leka und Borislav Nikolić feierten Siege. Insgesamt verbuchten laut Kurir.rs fünf einheimische Vertreter Siege.
Das sportliche Spektakel blieb jedoch nicht ohne Kontroverse, die für das kroatische Publikum besonders sensibel ist. Wie Net.hr berichtet, wählte der serbische Kämpfer Borislav Nikolić für seinen Einmarsch das Lied "Sini jarko sunce sa Kosova" von Danica Crnogorčević. Darin werden unter anderem auch die kroatischen Städte Dubrovnik und Knin als Teile des Projekts Großserbien erwähnt.
"Alle Serben werden wie Jugovići für das ehrliche Kreuz ins Kosovo gehen. Um das gesegnete Land zu verteidigen, für das ehrliche Kreuz und goldenes Freiheit. Von Kruševac, Prizren, Cetinje, Dubrovnik, Knin, Nevesinje... Von Avala, Lovćen und Šara, ruft das Serbentum, steh auf, Lazar", lautet ein Teil des Liedes, das Net.hr zitiert.
Net.hr betont, dass die Ankunft der größten Kampfsportorganisation der Welt in der Region so genutzt wurde, um eine Ideologie zu fördern, die über den Sport hinausgeht, was einen Schatten unnötigen Unbehagens auf einen ansonsten historischen und spektakulären Abend warf. Die UFC hat sich bisher nicht zu diesem Fall geäußert.