USKOK erhebt Anklage: 26-Jähriger schmuggelte 10,5 kg Kokain
Junger Mann mit doppelter Staatsbürgerschaft wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt, auch die genaue Menge der beschlagnahmten Drogen ist umstritten.
Junger Mann mit doppelter Staatsbürgerschaft wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt, auch die genaue Menge der beschlagnahmten Drogen ist umstritten.
Die USKOK hat vor dem Bezirksgericht in Osijek Anklage gegen einen 26-jährigen Mann mit doppelter kroatisch-serbischer Staatsbürgerschaft erhoben. Ihm wird vorgeworfen, im Rahmen einer kriminellen Vereinigung am Kokainschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Laut Staatsanwaltschaft war der Angeklagte ein Glied in der Kette, die die Drogen von Kroatien nach Serbien transportierte.
Laut Anklageschrift hat sich der 2000 geborene 26-Jährige von November 2025 bis April 2026 mit mehreren bisher unbekannten Personen in Serbien, Kroatien und anderen EU-Ländern vernetzt. Ziel der Gruppe war die kontinuierliche Beschaffung, der Transport und der Weiterverkauf großer Mengen Kokain an vorab vereinbarte Käufer in Serbien.
Der kritische Moment ereignete sich am 30. April 2026. Die USKOK behauptet, der Angeklagte habe an diesem Tag im Gebiet der Gespanschaft Vukovar-Srijem von einer unbekannten Person 10,5 Kilogramm Kokain in 11 Paketen übernommen. Er versteckte die Drogen im Kofferraum und unter der Rücksitzbank seines Autos und machte sich auf den Weg nach Serbien.
Am selben Tag wurde er um 22:15 Uhr am Grenzübergang Bajakovo gestoppt. Bei der Fahrzeugkontrolle entdeckten Polizeibeamte verdächtige Pakete, und bei einer gründlichen Durchsuchung fanden sie die versteckten Drogen. Neben dem Kokain wurden bei dem Fahrer auch 1940 britische Pfund gefunden, weshalb er bereits damals auch der Geldwäsche verdächtigt wurde.
Über diesen Fall berichteten zuerst die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Vinkovci Anfang Mai 2026. Allerdings gab es Uneinigkeiten über ein entscheidendes Detail, die genaue Menge des beschlagnahmten Kokains.
Die Polizei gab damals an, 13,54 Kilogramm Drogen gefunden zu haben, während die DORH eine Menge von "mehr als 13 Kilogramm" nannte. Die jetzige Anklageschrift der USKOK erwähnt hingegen 10,5 Kilogramm. In den bisher veröffentlichten Mitteilungen wurde der Grund für diese Abweichungen nicht erklärt.
Das Gericht hatte dem Angeklagten bereits zuvor Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr und Wiederholungsgefahr angeordnet. Das Verfahren wird nun vor dem Bezirksgericht in Osijek geführt.