Nordamerika und Europa sind in diesem Sommer mit verheerenden Waldbränden konfrontiert, die durch rekordverdächtige Hitzewellen und anhaltende Dürre begünstigt werden. Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel diese extremen Wetterbedingungen weiter verschärft und so einen fruchtbaren Boden für das nicht enden wollende Feuerinferno schafft.
Drama in Griechenland: Hubschrauberkollision und Evakuierungen
Die griechischen Feuerwehrleute führten am Sonntag, dem 2. August 2026, einen schweren Kampf gegen einen Großbrand, der nordwestlich von Athen mehr als 100 Häuser zerstört hatte. Während der Löscharbeiten kam es zu einer weiteren Tragödie, als zwei Löschhubschrauber kollidierten. Der staatliche Fernsehsender ERT berichtete, dass ein Besatzungsmitglied lebend und unverletzt aufgefunden wurde, während nach dem anderen noch gesucht wird. Aufnahmen zeigen, wie einer der Hubschrauber explodiert und nach der Kollision der Rotoren in Flammen zu Boden stürzt.
Gleichzeitig brach auf der beliebten Touristeninsel Kefalonia ein neuer Brand aus, der die Behörden zu neuen Evakuierungen zwang. In der Nähe von Porto Germena, an der Küste des Golfs von Korinth, 60 Kilometer nordwestlich von Athen, ließen die stürmischen Winde, die die Flammen angefacht hatten, nach. Dennoch überquerte das Feuer einen Berg im Süden und erreichte die Siedlung Veniza sowie einen militärischen Übungsplatz, wo es nicht explodierte Munition entzündete. Die Feuerwehr konzentrierte ihre Bemühungen darauf, die Ausbreitung des Feuers in Richtung der Küstenstadt Megara mit etwa 30.000 Einwohnern zu verhindern.
Beruhigung der Lage in Frankreich und Spanien
Im Gegensatz zu Griechenland zeigen die verheerenden Brände in Frankreich und Spanien Anzeichen des Abklingens. In den französischen Departements Gironde und Var verzeichneten die Behörden nur noch kleinere Brandherde, und der Brand im Var hat sich über Nacht nicht ausgebreitet. In der Ortschaft Monfort-Sur-Argents kehrte der Bewohner Georges Blanc, der zuvor vor dem Feuer geflohen war, zu seinem Haus zurück und löschte heiße Asche, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
In Zentralspanien sind die Brände, die in den vergangenen Wochen Zehntausende Hektar vernichtet haben, weitgehend unter Kontrolle, obwohl die Feuerwehr an einigen Stellen immer noch mit Wiederaufflammen kämpft. In der westlichen Provinz Caceres brach am Samstag ein Waldbrand aus, der zur Evakuierung von etwa 800 Menschen führte. Den evakuierten Bewohnern wurde am Sonntag die Rückkehr in ihre Häuser gestattet, doch sie mussten in ihren Wohnungen bleiben, da der Brand noch aktiv ist.
Notstand in den USA: Spokane in Flammen
Auf der anderen Seite des Atlantiks hat ein sich schnell ausbreitendes Feuer am Samstag die amerikanische Stadt Spokane erfasst und Tausende Einwohner zur Flucht gezwungen. Gouverneur Bob Ferguson aus Washington rief den Notstand aus und betonte, dass sich dieser Bundesstaat im pazifischen Nordwesten mit dem vierten Jahr in Folge mit Dürre konfrontiert sieht. Mehr als 200.000 Acres (80.900 Hektar) brannten im gesamten Bundesstaat. Videoaufnahmen, die von Autofahrern auf der Durchreise durch die Stadt mit 230.000 Einwohnern aufgenommen wurden, zeigen Haus um Haus in Flammen oder in Asche verwandelt, während windgetriebene Brände bei heißem und extrem trockenem Wetter wüten.