Aufgrund der anhaltenden Hitzewelle und der extrem hohen Temperaturen, die Zadar erfasst haben, hat die Stadträtin von DOMiNO, Blanka Klasić, einen dringenden Appell an die Stadt Zadar gerichtet. Sie fordert, dass in Zusammenarbeit mit den Kroatischen Wäldern und der Öffentlichen Feuerwehr Zadar sofort Maßnahmen ergriffen werden, um Wildtieren im Parkwald Musapstan Wasser zur Verfügung zu stellen.
Bürger bringen selbst Wasser in den Wald
Klasić betonte, dass die natürlichen Wasserquellen und Tümpel im Musapstan ausgetrocknet sind, und sie sowie einige andere Bürger bereits seit Tagen aus eigener Kraft Wasser in den Wald bringen. "Wir, einige Bürger, bringen seit Tagen aus eigener Kraft und von Hand Wasser in den Wald, um den Wildtieren zu helfen, aber diese Art der Hilfe ist weder langfristig nachhaltig noch kann sie den Bedarf aller Tiere in diesem Gebiet decken", erklärte die Stadträtin gegenüber Antena Zadar.
Deshalb hält sie die Einbeziehung der zuständigen Dienste für notwendig, um während der Hitzewelle rechtzeitig Wasser an wichtigen Standorten bereitzustellen.
Gefahr für Tiere und Bürger
Die Stadträtin warnt, dass die Suche nach Wasser die Tiere aus ihren Lebensräumen vertreibt, was die Risiken erhöht. "Die Folge ist, dass die Tiere gezwungen sind, ihre natürlichen Lebensräume auf der Suche nach Wasser zu verlassen, häufiger in städtische Siedlungen, Gärten und Höfe eindringen und auf Straßen geraten, wodurch die Gefahr für sie und die Bürger steigt", so Klasić in ihrem Schreiben.
Pula als positives Beispiel
Als Modell für eine schnelle und effektive Intervention nannte sie Pula. Dort haben die Feuerwehrleute während einer ähnlichen Hitzewelle einen natürlichen Tümpel mit Wasser befüllt und so den Wildtieren Zugang zu Wasser ermöglicht. Klasić schlägt vor, dass die Stadt Zadar dringend dieselbe Möglichkeit prüft, die bestehenden natürlichen Tümpel im Musapstan zu befüllen.
Darüber hinaus setzt sie sich auch für eine langfristigere Lösung ein. Sie schlägt vor, dass die Stadt in Zusammenarbeit mit den Kroatischen Wäldern und anderen Institutionen die Einrichtung von dauerhaften oder temporären Tränken im Parkwald prüft. "Ich glaube, dass eine solche Initiative eine geringe finanzielle Belastung darstellen würde, aber einen großen Beitrag zum Schutz der Wildtiere, zur Erhaltung der Biodiversität und zu einem verantwortungsvollen Umgang der Stadt mit einem ihrer wertvollsten Naturgebiete leisten würde", schloss die Stadträtin.