Das 20. Vukovar Film Festival findet vom 2. bis 5. September 2026 statt, und diese Ausgabe bringt eine historische Neuigkeit: Die feierliche Eröffnung wird zum ersten Mal live im Kroatischen Rundfunk (HRT) ausgestrahlt. Damit erhält das Festival nach zwei Jahrzehnten eine nationale Fernsehpräsenz, wie es sie bisher nicht hatte.
Die Organisation liegt weiterhin in den Händen von Regisseur und Produzent Darko Puharić, der zugleich Festivaldirektor ist, während im zweiten Jahr in Folge der renommierte kroatische Schauspieler Dragan Despot als künstlerischer Leiter fungiert. Die Stadt Vukovar und der HRT haben einen Vertrag unterzeichnet, wonach der öffentlich-rechtliche Sender offizieller Partner und Träger der Fernsehübertragung der Eröffnung am 2. September um 21 Uhr sein wird.
Donau-Charakter als Grundlage der Identität
Das Festival pflegt seit Jahren sein unverwechselbares Donau-Konzept. Die zehn Länder, durch die die Donau fließt, Deutschland, die Slowakei, Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine, können ihre Werke in die offizielle Auswahl einreichen, die sowohl Spielfilme als auch Dokumentarfilme umfasst, ob lang oder kurz. Animationsfilme haben dabei einen internationalen Charakter und können aus der ganzen Welt stammen.
Vier Hauptkategorien waren für die Jubiläumsausgabe geplant: Langspielfilme, Kurzspielfilme, Dokumentarfilme und Animationsfilme. Für die besten wird traditionell der Preis "Goldener Schlepper" verliehen, und in die Konkurrenz gehen Filme, die nach dem 1. Januar 2025 produziert wurden.
Film unter Sternen
Eine Besonderheit des Festivals waren schon immer die Open-Air-Vorführungen. Der Park des Schlosses Eltz ist eines der Markenzeichen der Veranstaltung, und in den letzten Jahren hat sich auch das Amphitheater des Wasserturms von Vukovar hervorgetan. Die Kombination aus Film, Donau, historischen Stätten und spätsommerlichen Abenden verleiht dem Festival eine Atmosphäre, die man an anderen Orten kaum findet.
Obwohl der genaue Spielplan und alle Titel erst kurz vor Festivalbeginn bekannt gegeben werden, ist bereits absehbar, dass das Programm auf verschiedene Filmvorlieben zugeschnitten sein wird, mit besonderem Fokus auf Werke aus dem Donauraum.