Die Tourismussaison in Zadar verläuft nicht wie geplant. Nach Angaben besuchten im Juli 2026 zwei Prozent weniger Touristen die Stadt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die örtlichen Gastronomen verzeichnen einen Rückgang und hoffen auf einen besseren August und eine Nachsaison.
Doch weitaus größere Sorge als die Statistik bereitet die anhaltende extreme Hitze ohne Regenankündigung. Dadurch drohen in Zadar Wassersperren, und in mehreren Orten im Hinterland wurden bereits Engpässe registriert. Der Direktor der Wasserwerke, Tomislav Matek, bestätigte, dass man sofort reagiert und die Anwohner mit Wasser versorgt habe, beschreibt die Lage in ganz Kroatien jedoch als besorgniserregend.
Erfahrung mit Straßenbauarbeiten und globales Problem
Die Direktorin der Tourismusgemeinschaft der Stadt Zadar, Iva Bencun, ist sich der potenziellen Auswirkungen auf die ohnehin empfindliche Saison bewusst. In einer Stellungnahme gegenüber Antena Zadar erklärte sie, dass es realistisch sei, dass sich die Engpässe auf den Tourismus auswirken, da Gäste im Urlaub am wenigsten Probleme mit der Grundversorgung erwarten.
Es ist zu erwarten, dass sich die Wasserknappheit auf den Tourismus auswirkt, da Gäste im Urlaub am wenigsten mit Trockenheit rechnen. Unsere Erfahrung ist jedoch ähnlich wie bei Straßenbauarbeiten oder anderen objektiven Umständen, denn die Menschen verstehen, was geschieht. Dies ist nicht nur unser Problem; der Klimawandel ist ein globales Phänomen, das auch Kroatien betrifft. Wenn der Regen so lange ausbleibt, ist es schwierig, etwas dagegen zu unternehmen. Wir werden sehen, was als Nächstes kommt, aber mit rechtzeitigen Informationen an Eigentümer und Gäste lässt sich viel verhindern.
Bencun betont gerade Transparenz als wichtigstes Werkzeug. Sie ist der Ansicht, dass Gäste, wenn sie rechtzeitig über objektive Gründe wie anhaltende Trockenheit und globale Klimaveränderungen informiert werden, Verständnis zeigen werden.
Einheimische Gäste als Trumpf
Zusätzliche Hoffnung gibt die Tatsache, dass die zahlreichsten Gäste in Zadar einheimische Touristen sind. Obwohl es unangenehm ist, in den Urlaub zu kommen und ohne regelmäßige Wasserversorgung dazustehen, wird geschätzt, dass gerade sie die Ernsthaftigkeit der Wasserversorgungslage im Land am besten verstehen dürften.
Gute Nachrichten kommen auch vom Direktor der Wasserwerke, Tomislav Matek. Er kündigte an, dass eine Normalisierung der Wasserversorgung erwartet wird, insbesondere da nach dem Feiertag Mariä Himmelfahrt traditionell die Zahl der Touristen abnimmt, was das System entlastet.