Während in ganz Kroatien der 31. Jahrestag der militärisch-polizeilichen Operation Oluja begangen wird, organisiert die Gespanschaft Krapina-Zagorje eine Reihe von Veranstaltungen, um den kroatischen Verteidigern die Ehre zu erweisen. Nach der zentralen Gedenkfeier der Gespanschaft in Krapina am 4. August 2026 hat die Gemeinde Bedekovčina für den nächsten Tag eine feierliche Kranzniederlegung und das Anzünden von Laternen angekündigt.
Ehrung in Bedekovčina am Mittwochmorgen
Die zentrale Ehrung in Bedekovčina findet am Mittwoch, 5. August 2026, um 9 Uhr am Denkmal auf dem Platz Ante Starčević statt. Aus Anlass des Tages des Sieges und der Heimatlichen Dankbarkeit, des Tages der kroatischen Verteidiger sowie des 31. Jahrestags der Oluja laden die Organisatoren alle Einwohner, Delegationen von Vereinen und politischen Parteien der Gemeinde ein, sich anzuschließen.
"Durch das Zusammenkommen und das Anzünden von Laternen wird allen gefallenen, verstorbenen und vermissten kroatischen Rittern die gebührende Ehre erwiesen, die ihr Leben in die Freiheit des Vaterlandes eingewoben haben", so die Botschaft der Gemeinde Bedekovčina.
Krapina: Botschaften der Gemeinschaft unter der Altstadt
Einen Tag zuvor fand in Krapina unterhalb der Altstadt die zentrale Gedenkfeier der Gespanschaft statt. Die Feier versammelte zahlreiche Veteranen, Familien der Opfer und Vertreter der Behörden. Der Präsident des Veteranenvereins der 7. Gardebrigade PUMA, Robert Puja, sprach im Namen der Kriegsveteranen der Ersten, Zweiten und Siebten Gardebrigade.
"Heute stehen wir hier mit Stolz, aber auch mit tiefem Respekt vor allen, die es ermöglicht haben, dass wir in einem freien Staat leben. Unter der Führung des ersten Präsidenten Dr. Franjo Tuđman, der Fähigkeit der Kommandanten und dem übermenschlichen Mut der Verteidiger wurde ein historischer Sieg errungen", sagte Puja.
Besonders betonte er die Verpflichtung gegenüber den Familien der Vermissten: "Besondere Gedanken richten wir an die Familien der Vermissten, die weiterhin die Wahrheit suchen, ihr Warten verpflichtet uns, niemals von der Würde abzulassen."
Stolz der 103. Brigade: Ohne Gefallene durchgekommen
Das Mitglied der 103. Brigade der Kroatischen Armee, Branko Kos, erinnerte an den Kriegsweg seiner Einheit in der Operation Oluja. Die Brigade operierte an der anspruchsvollen Banija-Front, von Hrvatska Kostajnica bis Petrinja, zwischen der Una und dem Zrinska Gora. Sie zerschlug erfolgreich die feindlichen Kräfte und sicherte die Staatsgrenze.
Kos betonte stolz, dass die Brigade in dieser Operation keine Gefallenen, sondern etwa zwanzig leicht Verwundete zu beklagen hatte, was sie zu einem dauerhaften Symbol des Mutes der Region Zagorje macht.
Symbolik der Altstadt und Verpflichtung gegenüber der Jugend
Der Bürgermeister von Krapina, Zoran Gregurović, zog eine historische Parallele zwischen dem Ort der Feier und der Festung von Knin.
"Wir befinden uns unter der stolzen Altstadt von Krapina, einem Ort, an dem einst Sitzungen des Kroatischen Parlaments zur Verteidigung gegen die osmanischen Eroberungen stattfanden. Dieser Ort hat eine besondere Symbolik der Erinnerung, die uns mit Knin verbindet. Unsere Pflicht ist es, den jüngeren Generationen die Wahrheit darüber zu vermitteln, wie wertvoll Freiheit ist und wie schwer sie in Schweiß, Blut und Tränen errungen wurde", betonte Gregurović.
Die stellvertretende Gespanschaftsvorsteherin Jasna Petek hob hervor, dass die Oluja ein entscheidender Moment war, der die Rückkehr Tausender Vertriebener ermöglichte und die endgültigen Grundlagen des modernen kroatischen Staates legte. Die Feier in Krapina endete mit der Botschaft, dass die Freiheit jeden Tag bewahrt werden muss und die Erinnerung an die Opfer der Verteidiger aus Zagorje und aller kroatischen Verteidiger ein dauerhaftes Fundament des Vaterlandes bleibt.