Zidane köpfte den berühmten Fußballer in die Brust
Zinedine Zidane wurde als neuer Trainer Frankreichs vorgestellt, und wir erinnerten uns an die Details seines berühmtesten Vorfalls im WM-Finale.
Zinedine Zidane wurde als neuer Trainer Frankreichs vorgestellt, und wir erinnerten uns an die Details seines berühmtesten Vorfalls im WM-Finale.
Der französische Fußballverband bestätigte am Dienstag in seinem Pariser Hauptsitz, was bereits seit einiger Zeit spekuliert wurde, Zinedine Zidane ist der neue Trainer der Nationalmannschaft. Auf dieser Position wird er Didier Deschamps ersetzen, und die offizielle Bekanntgabe erfolgte auf einer Pressekonferenz.
Obwohl Zidane einer der größten Spieler aller Zeiten ist, ist seine Karriere untrennbar mit einem dunklen Moment verbunden. Vor zwei Jahrzehnten, im Finale der Weltmeisterschaft in Deutschland, ereignete sich der Vorfall, über den man noch heute spricht. In der Hitze des Gefechts im Olympiastadion in Berlin geriet Zidane in einen verbalen Streit mit dem italienischen Nationalspieler Marco Materazzi. Der Wortwechsel gipfelte in einer Aktion, die die Welt schockierte, Zidane stieß mit dem Kopf gegen Materazzis Brust und erhielt sofort die Rote Karte.
Jahrelang war nicht bekannt, was der Italiener genau gesagt hatte, aber die Fans vermuteten, dass die Beleidigung persönlicher Natur war. Es stellte sich heraus, dass sie recht hatten.
In einem Interview mit The Times klärte Materazzi endlich die Details ihres Konflikts. Er sagte, dass es ihm nicht gefalle, dass diese Episode seine Karriere geprägt habe, und betonte, dass dies nicht hätte passieren dürfen. Er beschrieb, wie Zidane ihn mitten im angespannten Finale ansprach und ihm sein Trikot anbot, woraufhin er ablehnte und hinzufügte, dass er lieber Zidanes Schwester hätte.
"Es gefällt mir nicht, denn was passiert ist, entspricht nicht dem, wie meine Karriere war. Diese Episode hätte nicht passieren dürfen. In der Hitze des angespannten Finales in Berlin, mitten in all den Streitereien und Beleidigungen, kam Zidane auf mich zu und bot mir sein Trikot an. Ich sagte nein, ich hätte lieber seine Schwester. Dann drehte er sich um und reagierte, wie alle es in Erinnerung haben. Danach habe ich Zidane nie wieder gesehen", erzählte Materazzi The Times.
Dieselbe Version der Ereignisse bestätigte auch Zidane selbst in einem Gespräch mit der französischen Zeitung L'Équipe. Er gab zu, dass Materazzi ihn provoziert hatte, indem er seine Schwester erwähnte, und dass er nicht stolz auf seine Reaktion sei. Er betonte, dass der Italiener nicht seine Mutter beleidigt habe, sondern eben seine Schwester, und dass er in diesem Moment schwach gewesen sei.
"Er provozierte mich, indem er meine Schwester erwähnte. Ich bin nicht stolz auf diesen Moment, aber er ist Teil meiner Karriere. In diesem Moment war ich schwach. Er hat nicht meine Mutter beleidigt, aber meine Schwester", sagte Zidane gegenüber L'Équipe.
In diesem historischen Finale waren die einzigen Torschützen ausgerechnet Materazzi und Zidane. Das Spiel ging nach der regulären Spielzeit in die Verlängerung, und Italien triumphierte schließlich im Elfmeterschießen.