Die Polizei hat auf den Straßen der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar in nur sieben Tagen ganze 1.382 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Die Aktion, die vom 3. bis 9. August 2026 im Rahmen der gezielten ROADPOL-Überwachung durchgeführt wurde, umfasste 1.254 kontrollierte Fahrzeuge, doch was besonders ins Auge sticht, ist das enorme Missverhältnis bei der Art der Verstoßentdeckung: Nur 165 wurden von den Beamten direkt vor Ort festgestellt, während 1.217 von automatischen Geschwindigkeitskameras registriert wurden.
Von Hreljin bis A6: Zwei Gesichter der Rücksichtslosigkeit
Die höchste in einer Ortschaft gemessene Geschwindigkeit wurde bei einem kroatischen Staatsbürger in Hreljin festgestellt, der mit 88 km/h unterwegs war, wo 50 erlaubt sind. Weitaus dramatischer war jedoch die Szene außerhalb der Ortschaft auf der Autobahn A6 in Richtung Rijeka, wo ein österreichischer Staatsbürger sein Fahrzeug mit 209 km/h führte. Das Verkehrsschild auf diesem Abschnitt setzt das Limit auf 110 km/h.
Die Aktion brachte neben Geschwindigkeitsverstößen auch andere bedeutende Entdeckungen ans Licht. In acht Fällen wurde Drogen gefunden, eine Person wurde entdeckt, nach der gefahndet wurde, und ein Fall aus dem Bereich der illegalen Migration wurde registriert. Zudem wurde einem Fahrer ein Fahrverbot als Schutzmaßnahme ausgesprochen.
Kastav um Mitternacht: Ein Cocktail aus Drogen und abgelaufenen Papieren
Eines der herausragenden Ereignisse ereignete sich am 5. August gegen 00:30 Uhr in Kastav, wo die Polizei einen 45-jährigen kroatischen Staatsbürger in einem Fahrzeug mit Rijeka-Kennzeichen stoppte. Es wurde festgestellt, dass er ein Auto fuhr, dessen Zulassung seit mehr als 15 Tagen abgelaufen war, und auch seine Fahrerlaubnis war abgelaufen. Eine weitere Kontrolle ergab zudem eine geringe Menge Amphetamin, Cannabis und MDMA, woraufhin er ordnungswidrig sanktioniert wurde, mit einem Vorschlag an das zuständige Gericht für eine Gesamtgeldstrafe von 1.053 Euro.
Einen Tag später, am 6. August gegen 16 Uhr im Gebiet von Viškovo, wurde ein weiterer 45-jähriger kroatischer Staatsbürger gestoppt, diesmal am Steuer eines Lastwagens mit Rijeka-Kennzeichen. Der Alkoholtest ergab ganze 2,07 g/kg Alkohol im Blut. Der Fahrer wurde in den Diensträumen festgehalten, bis die Wirkung des Rauschmittels nachließ, und ihm wurde eine Geldstrafe von 1.320 Euro sowie ein Monat Fahrverbot vorgeschlagen.
Die Polizei kündigte an, dass die verstärkten Aktivitäten im Verkehr fortgesetzt werden, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.