Die Nationale Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat mitgeteilt, dass seit Ausbruch des Konflikts im Persischen Golf mindestens 15 ihrer Schiffe in der Straße von Hormus mit Raketen und Drohnen angegriffen wurden. Die Nachricht wurde am Freitag, dem 8. August 2026, von der emiratischen Zeitung Al Khaleej verbreitet.
"Seit Beginn des Konflikts wurden 15 unserer Schiffe mit Raketen und Drohnen angegriffen, während sie die Straße von Hormus passierten, drei davon in dieser Woche", heißt es in einer Erklärung des Unternehmens, die Al Khaleej zitiert. Bei diesen Angriffen wurde ein Besatzungsmitglied getötet und 20 wurden verletzt.
Schutzmaßnahmen und "außergewöhnliche Herausforderungen"
ADNOC betonte, dass es in Abstimmung mit den zuständigen Behörden alle möglichen Maßnahmen zum Schutz seines Personals, seiner Anlagen und seines Betriebs ergreift. Trotz dessen, was das Unternehmen als "außergewöhnliche Herausforderungen und Bedrohungen" beschreibt, arbeitet es weiterhin mit seinen Kunden zusammen.
Eskalation des Konflikts und Waffenstillstandsversuche
Die Angriffe auf Handelsschiffe sind Teil eines größeren Konflikts, der am 28. Februar 2026 eskalierte, als die Vereinigten Staaten und Israel einen Krieg gegen den Iran begannen. Im Juni 2026 unterzeichneten Washington und Teheran ein Memorandum of Understanding, das einen sofortigen Waffenstillstand an allen Fronten, einschließlich des Libanon, vorsah.
Der Waffenstillstand war jedoch nur von kurzer Dauer. In der Nacht zum 8. Juli 2026 nahmen die USA ihre massiven Angriffe auf den Iran wieder auf und warfen ihm vor, die Vereinbarungen zur Straße von Hormus gebrochen zu haben.
Trumps Aussage über abgesagten Angriff
Am 2. August 2026 erklärte der US-Präsident Donald Trump, er habe zugestimmt, einen geplanten massiven Angriff auf den Iran abzusagen, um eine Einigung mit Teheran zu erzielen. Nach seinen Worten hatten der Iran und die Länder des Nahen Ostens Washington gebeten, von Angriffen abzusehen, da die Parteien eine Einigung über die Rahmenbedingungen eines künftigen Abkommens erzielt hätten.
Trotz diplomatischer Bemühungen deuten die neuesten Informationen über die Angriffe auf ADNOC-Schiffe auf eine anhaltende Instabilität in der wichtigen Schifffahrtsroute für den globalen Öltransport hin, was Auswirkungen auf die Energiesicherheit und die Energiepreise, auch auf dem europäischen Markt, haben könnte.