Nachdem das zuständige Ministerium der Republika Srpska für Raumplanung, Bau und Umweltschutz grünes Licht in Form einer Umweltgenehmigung für den Bau und Betrieb des Flughafens Trebinje gegeben hat, ist das Projekt in eine neue administrative Phase eingetreten. Die erteilte Genehmigung umfasst einen Flughafen mit einer maximal 3.500 Meter langen Start- und Landebahn, der sich auf Grundstücken der Katastralgemeinden Raševići, Kurtovići und Pravice befindet.
Laut den Projektplänen würde der gesamte Komplex des künftigen Flughafens etwa 300 Hektar umfassen, und die geplante Start- und Landebahn hätte eine Länge von 3.500 Metern und eine Breite von 45 Metern. Im Rahmen des Flughafens werden ein Passagierterminal, ein Kontrollturm, Rollbahnen, Vorfelder, eine Feuerwache, Treibstofflager und weitere Nebeneinrichtungen errichtet. Die gesamte Bruttogeschossfläche aller geplanten Gebäude beträgt laut Projekt etwa 48.805 Quadratmeter.
Jahrelange Besorgnis auf kroatischer Seite
Das Projekt sorgt seit Jahren für große Besorgnis auf der kroatischen Seite der Grenze, vor allem wegen der möglichen Auswirkungen auf die Ombla-Quelle und die Wasserversorgung der Region Dubrovnik. Im Juli 2021 traf sich der damalige Gespanschaftspräfekt der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva, Nikola Dobroslavić, mit dem Ingenieur Tomislav Paviša, der damals seine Besorgnis über den Standort des geplanten Flughafens im Verhältnis zum Einzugsgebiet der Ombla und die Besonderheiten des Karstgeländes unter der Oberfläche äußerte.
Im Juni 2022 berichtete Dobroslavić, dass das zuständige kroatische Ministerium Einwände gegen die aus Bosnien und Herzegowina eingegangene Dokumentation erhoben habe.
"Unser Ministerium hat Einwände gegen die Dokumente erhoben, die sie aus BiH erhalten haben, mit den von uns vorgebrachten Anmerkungen, die besagen, dass ein solches Projekt in 5,5 Kilometern Entfernung von der Ombla-Quelle nicht anders behandelt werden kann denn als Bedrohung für unsere Gespanschaft und das Trinkwasser", sagte Dobroslavić damals.
Er betonte dabei, dass sich die Gespanschaft nicht grundsätzlich gegen den Bau eines Flughafens in Trebinje stelle, sondern gegen den geplanten Standort.
"Wenn sie unbedingt einen Flughafen bauen wollen, sollen sie ihn verlegen", forderte er.
Fortsetzung des Verfahrens trotz Einwänden
Das Projekt wurde Anfang 2026 erneut vom serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić aktualisiert, der bei einem Besuch in Trebinje die Bereitschaft Serbiens ankündigte, mehr als 200 Millionen Euro in den Flughafen zu investieren. Der heutige Gespanschaftspräfekt der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva, Blaž Pezo, nannte den Flughafen Trebinje auf einer Sitzung der Gespanschaftsversammlung im Jahr 2025 unter den Projekten, zu denen sich die Gespanschaft bereits positioniert habe.
Das Verfahren für die Umweltgenehmigung wurde auf Antrag des Unternehmens Aerodrom Trebinje d.o.o. eingeleitet; der Antrag wurde im Juni 2026 eingereicht. Das Projekt sieht einen Flughafen mit dem Referenzcode 4E vor, der für den zivilen Luftverkehr dienen soll, was deutlich zeigt, dass es sich nicht um einen kleinen lokalen Flugplatz handelt, sondern um ein großes Infrastrukturvorhaben.
Obwohl die Umweltgenehmigung nun erteilt wurde, ist sie nicht mit einer Baugenehmigung gleichzusetzen; ihre Existenz garantiert daher nicht, dass der Bau bereits genehmigt ist. Als nächste Schritte werden die Erstellung und Fertigstellung des Hauptprojekts, die Klärung der verbleibenden Fragen zum Grundstückseigentum vor Ort sowie die Vorbereitung der Bedingungen für die tatsächlichen Bauarbeiten genannt.