Die Polizeistation Krk ermittelt in einem Fall von schwerem Betrug, bei dem eine 77-jährige kroatische Staatsbürgerin 7.000 Euro verlor. Sie überwies das Geld auf eine Online-Plattform, die Gewinne mithilfe von künstlicher Intelligenz und automatisiertem Kryptohandel versprach, doch statt des versprochenen Gewinns sah sie sich einer Reihe von Forderungen nach zusätzlichen Zahlungen gegenüber und blieb am Ende mit leeren Händen zurück.
Wie der Betrug ablief: Von der Verheißung bis zum Verlust
Nach Informationen der Polizei begann der Fall im Juni 2026, als sich die Frau auf einer verdächtigen Website registrierte. Kurz nach der ersten Einzahlung kontaktierte sie ein unbekannter Mann, der sich als Finanzberater ausgab. Er überzeugte sie, dass sie bei einer zusätzlichen Zahlung deutlich höhere Gewinne erzielen und einen speziellen Bonus erhalten würde.
Auf sein Drängen hin überwies die 77-Jährige 4.500 Euro. Anfang Juli, als sie versuchte, den angeblich erzielten Gewinn abzuheben, folgte eine neue Forderung. Der falsche Berater sagte ihr, sie müsse vor der Auszahlung weitere 2.500 Euro für angebliche Bearbeitungsgebühren zahlen. Die Frau überwies auch diesen Betrag, woraufhin jegliche Kommunikation abbrach und der versprochene Gewinn nie auf ihrem Konto einging. Der Gesamtschaden beträgt 7.000 Euro.
Warnsignale, die Sie nicht ignorieren sollten
Die Forderung nach einer zusätzlichen Zahlung vor der Auszahlung des "Gewinns" ist eines der häufigsten und offensichtlichsten Anzeichen für einen Anlagebetrug. Betrüger nutzen oft ausgefeilte Methoden: Sie zeigen dem Opfer gefälschte Berichte über das Wachstum der Investition, um Vertrauen zu gewinnen, und fordern dann neue Beträge unter dem Vorwand von Steuern, verschiedenen Gebühren, der Freischaltung des Kontos oder Bearbeitungskosten.
Die Polizei warnt besonders vor Plattformen, die mit Begriffen wie "künstliche Intelligenz", "automatisierte Gewinne" oder "minimales Risiko" werben. Obwohl solche technologischen Begriffe den Eindruck von Seriosität und Legitimität erwecken können, sind sie für sich genommen kein Beweis dafür, dass hinter dem Angebot ein echtes und registriertes Investmentunternehmen steht.
Tipps der Polizei: So schützen Sie sich
Die Polizei hat mehrere wichtige Ratschläge für alle Bürger, die über Online-Investitionen nachdenken. Bevor Sie jemandem Geld überweisen, prüfen Sie unbedingt, ob die Plattform oder das Unternehmen eine Genehmigung zur Erbringung von Finanzdienstleistungen in Kroatien hat. Geben Sie außerdem niemals Bankkartendaten, Sicherheitscodes oder Kopien Ihrer persönlichen Dokumente an unbekannte Personen weiter.
Die Botschaft ist einfach: Je größer das Versprechen schneller und hoher Gewinne, desto strenger muss die Prüfung dessen sein, an den Sie Geld senden. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, handelt es sich fast sicher um Betrug.