Die Fußballwelt verfolgt das Drama, das sich in den Reihen von Atletico Madrid abspielt. Julian Alvarez, der 26-jährige argentinische Stürmer, hat das Training mit der Mannschaft von Diego Simeone verweigert, da er auf einem Wechsel zu Barcelona besteht. Die Situation eskaliert von Stunde zu Stunde, und laut spanischen Medien hat Alvarez der Vereinsführung eine klare Botschaft übermittelt.
"Zählt nicht mehr auf mich"
Nach Informationen von Mundo Deportivo hat Alvarez ein Gespräch mit Trainer Simeone über einen möglichen Wechsel zum katalanischen Spitzenklub erbeten. Da sich Geschäftsführer Miguel Angel Gil im Urlaub befindet, war der beliebte Cholo die erste Anlaufstelle für sein Anliegen. Doch das Gespräch verlief nicht wie erhofft.
Alvarez ist der Ansicht, dass der Trainer nicht den Mut hatte, sich ihm zu stellen, und sagte, tief enttäuscht, zu den anwesenden Verantwortlichen in den Klubräumen: "Zählt nicht mehr auf mich". Der Argentinier behauptet, seit Februar eine mündliche Zusage der Klubführung zu haben, dass ihm diesen Sommer ein Wechsel gestattet wird.
Der Klub kontert: Entschuldige dich und mach dich an die Arbeit
Die Reaktion von Atletico war schnell und scharf. Wie die spanische AS berichtet, haben die Verantwortlichen des Madrider Klubs Alvarez aufgefordert, sich zu entschuldigen und sich an die Arbeit zu machen. Es wird erwartet, dass er sich bereits am Mittwoch, dem 12. August, Simeones Vorbereitungen anschließen soll.
Das Tauziehen um den argentinischen Nationalspieler zieht sich bereits seit Ende der letzten Saison hin. Atletico hat Barcelona damals unmissverständlich klar gemacht, unter welchen Bedingungen ein Transfer realisiert werden kann - die Ablöse muss eine halbe Milliarde Euro betragen. Barcelona ist stark daran interessiert, Alvarez zu verpflichten, doch bisher tun alle in Atletico so, als wüssten sie von nichts.
Was kommt als Nächstes?
Die Situation ist weit von einer Idylle entfernt, und Alvarez ist klar - das nächste Training, das er absolvieren möchte, ist das mit der Mannschaft des Meisters aus Katalonien. Es bleibt abzuwarten, ob Barcelona bereit sein wird, die astronomische Ablöse zu zahlen, oder ob der Argentinier doch seinen Stolz schlucken und zu Simeones Team zurückkehren muss.