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US-Geheimdienste bringen Russland mit Drohne am Flughafen in Verbindung

Der Drohnenvorfall in der Nähe einer ukrainischen Antonov An-124-Frachtmaschine am Flughafen Leipzig/Halle hat die deutschen Behörden alarmiert. Nach Einschätzungen der US-Geheimdienste steckt die russische Regierung dahinter.

Foto: Wikipedia (Antonov)
Kurz gesagt
  • US-Geheimdienste bringen die mit Sprengstoff bestückte Drohne, die am Flughafen Leipzig/Halle gefunden wurde, mit der russischen Regierung in Verbindung.
  • Der Vorfall ereignete sich am 5. August 2026 in der Nähe der ukrainischen Antonov An-124-Frachtmaschine.
  • Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt bezeichnete den Vorfall als 'neue Gefahrenstufe'.
  • Das deutsche Innenministerium dementierte Berichte, dass das Flugzeug Munition transportiert habe.

US-Geheimdienste haben eingeschätzt, dass die Drohne mit Sprengstoff, die in der Nacht zum 5. August 2026 am deutschen Flughafen Leipzig/Halle gefunden wurde, mit der russischen Regierung in Verbindung steht. Die Information wurde am 8. August vom Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte, die mit den Geheimdienstbewertungen vertraut sind, veröffentlicht. Diese Einschätzung wurde gegenüber CNN auch von einem US-Verteidigungsbeamten in Europa bestätigt.

Die Drohne wurde innerhalb des gesicherten Frachtbereichs in unmittelbarer Nähe der ukrainischen Antonov An-124-Frachtmaschine gefunden. Das Flugzeug gehört der Antonov Airlines, die den Flughafen Leipzig/Halle seit 2022 als ihre wichtigste europäische Operationsbasis nutzt. Der Flughafen wird regelmäßig für militärische und logistische Flüge im Zusammenhang mit der NATO genutzt.

"Neue Gefahrenstufe"

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt erklärte, der Vorfall stelle eine "neue Gefahrenstufe" dar und verwies auf die Möglichkeit der Beteiligung eines fremden Staates. Der Bundessicherheitsrat, dem Bundeskanzler Friedrich Merz vorsitzt, trat am 7. August zu einer Sitzung zu diesem Fall zusammen.

Der Vorfall hat die Besorgnis westlicher Beamter über den Verdacht verstärkt, dass Russland Sabotageaktivitäten gegen kritische Infrastruktur und militärische Logistik in Europa durchführt. Obwohl die US-Geheimdienste nun glauben, dass die Vorrichtung mit der russischen Regierung in Verbindung steht, haben die Beamten die Beweise, auf denen diese Einschätzung beruht, nicht öffentlich gemacht.

Was transportierte die Antonov?

In ersten Berichten wurde behauptet, die An-124 sei mit Munition beladen gewesen, die aus Frankreich geliefert worden war, bevor sie ihren Flug fortsetzte. Das deutsche Innenministerium dementierte diese Angaben jedoch später in einem vertraulichen Briefing mit Abgeordneten des Bundestages und erklärte, dass sich keine Munition an Bord befunden habe.

Nach früheren Berichten deutscher Medien war die Drohne mit einem Sprengsatz ausgestattet. Flughafenpersonal entdeckte das unbemannte Fluggerät, das in geringer Höhe zwischen zwei ukrainischen Frachtflugzeugen flog und dann zu Boden fiel. Der Flughafen wurde über Nacht vorübergehend geschlossen, während die zuständigen Behörden auf den Vorfall reagierten. Das ukrainische Außenministerium teilte mit, dass es bei dem Vorfall keine Verletzten gab und bestätigte, dass die Flugzeuge von Antonov nicht beschädigt wurden.

Häufige Fragen
Was geschah am Flughafen Leipzig/Halle? +
In der Nacht zum 5. August 2026 wurde in der Nähe der ukrainischen Antonov An-124-Frachtmaschine eine Drohne mit Sprengstoff gefunden, woraufhin der Flughafen vorübergehend geschlossen wurde.
Wer steckt nach US-Einschätzung hinter dem Vorfall? +
Die US-Geheimdienste schätzen, dass die Drohne mit der russischen Regierung in Verbindung steht, obwohl die Beweise nicht öffentlich gemacht wurden.
Hat die Antonov-Maschine Munition transportiert? +
Ursprüngliche Berichte behaupteten, sie habe Munition aus Frankreich transportiert, aber das deutsche Innenministerium dementierte dies.
Wie reagierte Deutschland auf den Vorfall? +
Innenminister Alexander Dobrindt nannte den Vorfall eine 'neue Gefahrenstufe', und der Bundessicherheitsrat trat am 7. August unter Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen.

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