Amyl and the Sniffers auf der Šalata
Die australische Punk-/Alternative-Rock-Band gab ein energiegeladenes Konzert auf der Zagreber Šalata, eröffnet wurde der Abend von den Italienerinnen Hey Darling.
Die australische Punk-/Alternative-Rock-Band gab ein energiegeladenes Konzert auf der Zagreber Šalata, eröffnet wurde der Abend von den Italienerinnen Hey Darling.
Die Zagreber Šalata war gestern Abend Schauplatz eines heißen Rock-Spektakels. Die australische Band Amyl and the Sniffers gab ein Konzert, das bestätigte, dass es für aktuelle, jüngere Bands durchaus ein Publikum in Kroatien gibt. Obwohl die Sommerbühne nicht bis zum letzten Platz gefüllt war, war der Bereich vor dem Mischpult rappelvoll und die Atmosphäre auf dem Höhepunkt.
Amyl and the Sniffers wurden vor zehn Jahren in Melbourne gegründet und zogen relativ schnell die Aufmerksamkeit der Musikszene auf sich. Ihre Mischung aus Punk und Alternative Rock schuf eine schneidende Basis, auf der Frontfrau Amy Taylor brilliert. "Es ist schwer zu beschreiben, was genau der Reiz von Amyl and the Sniffers ist, denn sie sind eine gewöhnliche Band und doch so ungewöhnlich", schreibt der Autor des Artikels auf Muzika.hr.
Amy Taylor ist, wie dieselbe Quelle anführt, "der Typ Frontfrau, den sich jede Band wünschen würde". Mit ihrer Erscheinung, Energie und Verrücktheit dominiert sie die Bühne, bewegt sich ununterbrochen und überträgt ansteckende Positivität auf das Publikum. "Sie hat diese Star-Power, ihre Energie mühelos auf das Publikum zu übertragen, egal was sie singt", fügt der Autor hinzu. Ihr roher Gesangsstil, den manche eher als Schreien denn als Singen beschreiben, ist genau das, was die Songs der Band verlangen und was zu ihrem Markenzeichen geworden ist.
Das Konzert dauerte 75 Minuten mit einer kurzen Zugabe, und die Band spielte in dieser Zeit etwa zwanzig Songs. Da sie nur drei Alben haben und ihre Songs selten drei Minuten überschreiten, war eine längere Spielzeit kaum zu erwarten. Doch was sie boten, reichte aus, um das Publikum im vorderen Teil der Šalata fast jedes Wort mitsingen zu lassen, und der Mosh-Pit ließ nicht nach.
"Es ergibt keinen Sinn aufzuzählen, was sie alles gespielt haben, denn alles lässt sich unter dem gemeinsamen Nenner ‚Es hat niemanden interessiert, weil es phänomenal war' zusammenfassen", heißt es im Konzertbericht. Der Autor betont dennoch, dass die Songs voller Energie und Melodie aneinandergereiht wurden und zeigten, dass Punk weiterlebt, nur in einer anderen Form. Besonders hervorgehoben wurde, dass viele junge Leute beim Konzert waren, was die Thesen widerlegt, dass es kein Publikum für jüngere Bands gibt.
Ein interessanter Vergleich wurde mit dem kürzlichen Auftritt der Veteranen The Offspring gezogen. Während sie laut dem Autor "die Spielzeit mit Geschwafel und allerlei Covern füllten, kamen Amyl and the Sniffers, um ihre Musik auf die bestmögliche Weise zu präsentieren".
Eine kleine Überraschung für die Anhänger der Band war die Abwesenheit von Gus, der eine Pause von den Touren einlegte. Er wurde von Lakota ersetzt, die laut Autor "diese Vertretung fein gemacht hat". Besonderes Lob erhielt auch Gitarrist Declan, beschrieben als der zweite ‚Verrückte' in der Band, dessen "urkomische Soli dem ganzen Auftritt auch etwas Glamour hinzufügten".
Den Abend eröffneten drei Mädchen der italienischen Band Hey Darling. Ihr Auftritt auf der Šalata war besonders, da es ihr erster Auftritt außerhalb Italiens und das erste Mal war, dass sie auf Englisch sangen. "Als sie auf die Bühne kamen, besonders nach den ersten Takten, schien es mir, als wären sie aus einem ausländischen Superval-Projekt", schreibt der Autor. Obwohl sie anfangs unsicher wirkten, überwanden sie mit der Zeit das Lampenfieber und zeigten eine immer bessere Leistung.
"Hoch lebe Australien, das uns immer wieder eine großartige Band beschert", schließt der Autor des Artikels auf Muzika.hr und drückt die Hoffnung aus, dass die Šalata eine regelmäßige Station auf ihren zukünftigen Touren wird. Das Konzert war zweifellos eine ideale Möglichkeit, die Sommerhitze in Zagreb zu vertreiben.