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Bus mit polnischen Pilgern in Ungarn verunglückt: 12 Tote

Der Fahrer ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei am Steuer eingeschlafen. Er wurde festgenommen, bei dem schweren Unfall wurden 47 weitere Personen verletzt.

Foto: Wikipedia (Mađarska)
Kurz gesagt
  • In der Nacht zum 16. August 2026 kam ein Bus mit polnischen Pilgern bei Mezőkeresztes in Ungarn von der Autobahn ab.
  • 12 Menschen kamen ums Leben, 10 wurden schwer und 37 leicht verletzt.
  • Der Fahrer soll nach ersten Erkenntnissen am Steuer eingeschlafen sein und wurde festgenommen.
  • Es ist der schwerste Verkehrsunfall in Ungarn seit 2003.

Bei einem schweren Verkehrsunfall, der sich in der Nacht vom 15. auf den 16. August 2026 im Osten Ungarns ereignete, sind 12 Menschen ums Leben gekommen. Ein Bus mit polnischen Kennzeichen, der eine Pilgergruppe transportierte, kam von der Autobahn ab und stürzte in einen Graben, wie die deutsche Agentur DW News unter Berufung auf die Polizei berichtet.

Der Unfall ereignete sich bei der Ortschaft Mezőkeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest. Nach Angaben des ungarischen Rettungsdienstes erlitten zehn Personen schwere Verletzungen, 37 weitere leichte Verletzungen. Eine Person schwebt in Lebensgefahr.

Fahrer soll am Steuer eingeschlafen sein

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist der Busfahrer am Steuer eingeschlafen. Er überlebte den Unfall und wurde anschließend von den zuständigen Behörden festgenommen, so DW News.

Der Bus transportierte Pilger aus der Region Karpatenvorland (Podkarpacie) in Polen, die aus Bosnien und Herzegowina zurückkehrten. Im Fahrzeug befanden sich 57 Passagiere und zwei Fahrer.

Ungarns Ministerpräsident spricht sein Beileid aus

Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar sprach den Familien der Verstorbenen sein Beileid aus, wie der deutsche öffentlich-rechtliche Sender Tagesschau berichtet. Auch der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sprach sein Beileid aus und dankte den Rettungsteams und Ärzten für ihre Hilfe.

Dies ist der schwerste Verkehrsunfall in Ungarn seit 2003, als ein Zug an einem Bahnübergang in einen deutschen Bus fuhr und 33 Menschen tötete.

Nach Angaben der polnischen Behörden transportierte der Bus Pilger, die aus Međugorje zurückkehrten. Der Unfall ereignete sich gegen 1 Uhr morgens am Sonntag, als der Bus auf der Autobahn M3 in der Nähe von Mezőkeresztes von der Fahrbahn abkam, in einen Graben stürzte und sich überschlug.

Zur Erinnerung: Vor vier Jahren, am 6. August 2022, ereignete sich eine ähnliche Tragödie, als ein Bus mit polnischen Pilgern bei Breznički Hum von der Straße abkam. Auch damals kamen 12 Pilger ums Leben, die auf dem Weg nach Međugorje waren.

Am Unfallort starben 11 Menschen, während ein weiterer Passagier im Krankenhaus starb, bestätigten die Behörden. Rettungskräfte stiegen durch zerbrochene Fenster in das umgestürzte Fahrzeug, um die Verletzten zu befreien, und Feuerwehrleute und Zivilisten halfen, unter dem Bus eingeklemmte Passagiere zu befreien. Der Bus war in Richtung Nyíregyháza unterwegs, als er auf einem geraden Straßenabschnitt von der Fahrbahn abkam.

Häufige Fragen
Wo ereignete sich der Busunfall? +
Bei der Ortschaft Mezőkeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, im Osten Ungarns.
Wie viele Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben? +
12 Menschen starben, insgesamt wurden 47 verletzt (10 schwer und 37 leicht).
Wer waren die Passagiere im Bus? +
Polnische Pilger aus der Region Karpatenvorland, die auf dem Rückweg aus Bosnien und Herzegowina waren.
Wurde der Fahrer festgenommen? +
Ja, der Fahrer überlebte den Unfall und wurde von der Polizei festgenommen. Nach ersten Erkenntnissen ist er am Steuer eingeschlafen.

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