Die kroatische öffentliche Person Ava Karabatić (38) wurde am Mittwoch, dem 12. August 2026, in Belgrad festgenommen, nachdem sie eigenen Angaben zufolge vor ihrem Partner geflohen war, den sie wegen Gewalt angezeigt hatte. Wie serbische Medien berichten, erzählte Karabatić der Polizei, dass ihr Partner sie unter Kontrolle gehalten und in einer Wohnung im Belgrader Stadtteil Resnik eingesperrt hatte.
Nach Informationen, die der serbische Telegraf veröffentlichte und von 24sata übernommen wurden, suchte Karabatić nach ihrer Flucht Hilfe im Gebäude des Generalkonsulats von Kroatien in der Ulica kneza Miloša in Belgrad. Anschließend wurde sie zur Polizeiwache in Rakovica gebracht, wo sie eine Aussage zu den von ihr gemeldeten Vorfällen machte.
Partner nicht gefunden
Die Polizei versuchte laut serbischen Medien, den von Karabatić angezeigten Partner zu finden. Nach Informationen reagierte er nicht auf Anrufe, und eine Polizeistreife fand ihn auch nicht an dem Ort in Resnik, an dem er sich zuvor aufgehalten hatte. Das serbische Medium berichtet, dass die Polizei weiterhin nach ihm sucht.
Unerwartete Wendung
Der Fall erhielt jedoch eine unerwartete Fortsetzung. Nachdem Polizeibeamte Karabatićs Aufenthaltsstatus als Ausländerin überprüft hatten, stellten sie fest, dass sie die Vorschriften für den Aufenthalt von Ausländern in Serbien nicht eingehalten hatte. Die Polizei führte in Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde eine Überprüfung ihres Status durch und erstattete Anzeige wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Ausländergesetz.
Nach verfügbaren Informationen wurde Karabatić dem zuständigen Richter für Ordnungswidrigkeiten vorgeführt, und nach dem Gerichtsverfahren wird das weitere Vorgehen der zuständigen Ausländerbehörde erwartet.
Opfer von Gewalt im Verwaltungsverfahren
So hat sich die Situation innerhalb weniger Stunden völlig gewendet: Karabatić kam eigenen Angaben zufolge zur Polizei, um Gewalt zu melden und Hilfe zu suchen, und fand sich dann selbst in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen ihres Aufenthaltsstatus wieder. Dieser Vorfall hat erneut das Thema der Situation von Gewaltopfern aufgeworfen, die neben der Anzeige von Gewalt auf zusätzliche rechtliche oder administrative Herausforderungen stoßen können.
Der weitere Verlauf der Situation wird von den Entscheidungen der zuständigen Behörden in beiden Verfahren abhängen, einem, das sich mit den Gewaltvorwürfen befasst, und einem, das sich auf ihren Aufenthalt in Serbien bezieht.