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Bagger wieder in Podsusedsko Dolje, Anwohner fordern Aufklärung

Nachdem der ehemalige Steinbruch 2024 aus dem Register gestrichen wurde, ist die Maschinerie zurückgekehrt. Die Stadt behauptet, gefährliche Objekte zu entfernen, doch die Anwohner befürchten eine Umnutzung.

Foto: Wikipedia (Kamenolom)
Kurz gesagt
  • Anfang Juli 2026 kehrten Bagger in den ehemaligen Steinbruch Podsusedsko Dolje zurück, was die Anwohner beunruhigte.
  • Die Stadt Zagreb behauptet, nur gefährliche Objekte zu entfernen, und dass Raumpläne jegliche neue Bebauung verbieten.
  • Der Standort liegt am Rande des Naturparks Medvednica und ist reich an Thermalquellen und geschützten Arten.
  • Die Anwohner fordern mehr Transparenz und eine Garantie, dass die versprochene ökologische Sanierung durchgeführt wird.

Die jahrzehntelange Stille im ehemaligen Steinbruch Podsusedsko Dolje wurde Anfang Juli dieses Jahres durch den Lärm von Baggern unterbrochen, was sofort Alarm bei den Bewohnern dieses ruhigen Teils von West-Zagreb auslöste. Obwohl der Steinbruch bereits 2024 offiziell aus dem Register inaktiver Abbaufelder gestrichen wurde, hat die Rückkehr schwerer Maschinen eine Reihe von Fragen zur Zukunft des Gebiets aufgeworfen, das zwischen den Hängen der Medvednica und den Quellen von Thermalwasser liegt.

Anwohner skeptisch gegenüber der Erklärung der Stadt

Marija Klabučar, eine Bewohnerin von Podsused, äußerte gegenüber HRT die Besorgnis, die in der Nachbarschaft herrscht. "Was wird hier passieren? Was hier geplant ist, können wir nicht akzeptieren, dass nur wegen der Gefahr für die Bürger gereinigt wird, wenn wir sehen, dass sich das gesamte Gebiet ausdehnt", sagte sie. Sie fügte hinzu, dass die Bürger die Erklärung nicht akzeptieren, dass das Gebiet nur wegen der Gefahr für Passanten gereinigt wird, da ihnen scheint, dass der Umfang der Arbeiten zunimmt.

Die Stadt Zagreb antwortet, dass es um die Beseitigung potenziell gefährlicher Objekte geht. Sie betonten, dass diese Lage laut dem Generalstadtplan als Schutzwald definiert ist, was jegliche Bebauung unmöglich macht. "Die geltende Raumplanungsdokumentation verpflichtet rechtlich zur vollständigen Beseitigung des industriellen Charakters des Standorts sowie zu seiner dauerhaften ökologischen Sanierung, zum Landschaftsschutz und zur Rückkehr in den natürlichen Waldzustand, ohne jegliche Möglichkeit urbaner oder kommerzieller Bebauung", heißt es in der offiziellen Antwort der Stadt.

Besonderheit des Standorts: Thermalquellen und geschützte Arten

Der Wert dieses Gebiets wird zusätzlich durch Naturphänomene und kulturelles Erbe unterstrichen. Nikolina Ilijanić, Leiterin der Abteilung für mineralische Rohstoffe und Meeresgeologie am Kroatischen Geologischen Institut, erläuterte die Bedeutung der nahegelegenen Quellen. "Geologen haben dieses Gebiet über viele Jahre untersucht, die Quelle Sutinska Vrela in der Nähe wurde als subthermale Quelle definiert, sie hat eine Temperatur, die über der durchschnittlichen mittleren Temperatur des Grundwassers liegt", erklärte Ilijanić.

Die Bewohnerin Goranka Jelinčić warnt, dass es sich um ein Gebiet handelt, das reich an warmem Wasser und unberührter Natur ist, weshalb jeder Eingriff sorgfältig geplant und öffentlich erklärt werden müsste. "Dieses Gebiet liegt auf einem See aus warmem Wasser. Hier gibt es Thermalquellen, wir haben die Kirche St. Martin, wir haben Flusskrebse, die durch das Natura-2000-Programm geschützt sind, wir haben schöne Natur", betonte Jelinčić gegenüber HRT.

Frage des Vertrauens und der Zukunft der grünen Oase

Podsused, am Fuße der Medvednica und am Rande des Naturparks Medvednica gelegen, ist für seine Bewohner ein Synonym für einen ruhigen Winkel der Stadt. Obwohl sie die Notwendigkeit der Beseitigung baufälliger und gefährlicher Objekte nicht bestreiten, fordern die Anwohner volle Transparenz über Dauer, Umfang und endgültiges Ziel der Arbeiten. Ihre Hauptforderung ist, dass die versprochene ökologische Sanierung konsequent durchgeführt wird und dass dieses wertvolle Gebiet dauerhaft geschützt und der Natur überlassen bleibt.

Häufige Fragen
Warum sind die Bagger in den Steinbruch Podsusedsko Dolje zurückgekehrt? +
Nach Angaben der Stadt Zagreb wurden die Arbeiten gestartet, um potenziell gefährliche Objekte an diesem Standort zu entfernen.
Ist eine Bebauung im Bereich des ehemaligen Steinbruchs erlaubt? +
Nein. Laut dem Generalstadtplan der Stadt Zagreb ist das Gebiet als Schutzwald definiert, und der Bau von Wohn-, Gewerbe- oder Produktionsgebäuden ist nicht gestattet.
Welche Naturwerte befinden sich in der Nähe des Steinbruchs? +
In der Nähe befinden sich die subthermale Quelle Sutinska Vrela, Lebensräume von Flusskrebsen, die durch das Natura-2000-Programm geschützt sind, sowie die Kirche St. Martin.

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