Die Fußballer von Osijek spielen am Samstag, dem 8. August 2026, um 18:30 Uhr das Spiel des zweiten Spieltags der SuperSport HNL. Nachdem sie zum Saisonauftakt Gorica besiegt haben, kehren die Blau-Weißen nach Velika Gorica zurück, doch diesmal empfängt sie der Zagreber Klub Rudeš als Gastgeber, eine Mannschaft, die am ersten Spieltag gegen Rijeka verloren hat.
Osijeks Trainer Federico Bessone ist sich bewusst, dass seine Mannschaft vor einer völlig anderen Herausforderung steht. Obwohl er mit dem Gesehenen im ersten Spiel zufrieden ist, betont er, dass es keinen Raum für Nachlässigkeit gibt.
"Die schwierigste Aufgabe für mich als Trainer"
In der Pressekonferenz vor dem Spiel betonte Bessone, dass die Aufrechterhaltung eines hohen Spielniveaus und der Konzentration seine oberste Priorität sei.
"Das ist jetzt für mich als Trainer die schwierigste Aufgabe. Wir hatten eine hervorragende Leistung zum Auftakt, aber das ist nur das erste Spiel. Es wäre ein großer Fehler, wenn wir uns jetzt ausruhen würden. Wir müssen das gleiche Niveau an Spiel und Kampfgeist halten. Wir bereiten uns auf ein anderes Spiel vor, Rudeš ist eine andere Geschichte als Gorica", sagte Bessone gegenüber SiB.
Der Trainer betonte, dass er nicht an einer festen Startelf festhält und dass alle Spieler, die gegen Gorica die Chance bekamen, einschließlich derer, die von der Bank kamen, auf hohem Niveau gespielt haben. Seine Philosophie ist klar: Die Mannschaft muss Persönlichkeit zeigen und ständig auf weitere Tore gehen.
Vorsicht vor dem neuen Erstligisten
Obwohl Rudeš neu in der Liga ist, unterschätzt Bessone den Gegner nicht. Er ist sich ihrer Qualitäten bewusst und kündigt an, dass seine Mannschaft ihr Maximum abrufen muss, um eine unangenehme Überraschung zu vermeiden.
"Rudeš ist gerade erst in die HNL aufgestiegen, aber es gibt nicht die geringste Nachlässigkeit. Wenn wir nicht um jeden Ball kämpfen, wäre das der größte Fehler, den wir machen könnten. Sie sind kompakt und sehr kampfstark, vor allem müssen wir klug spielen, Aggressivität zeigen und auf ihre schnellen Umschaltbewegungen vorbereitet sein, wir dürfen nicht leichtfertig Bälle im Mittelfeld verlieren. Ihre größte Stärke ist, dass sie läuferisch auf einem sehr guten Niveau sind", analysierte Bessone.
Der Sieg zum Saisonauftakt hat der Osijeker Kabine großes Selbstvertrauen gegeben, doch der Trainer hat seinen Spielern bereits gesagt, dass dieses Duell Vergangenheit ist. Der Fokus liegt nun ausschließlich auf der neuen Herausforderung und der Bestätigung guter Leistungen in der Kontinuität, was der Schlüssel zur Rückkehr der vollen Unterstützung der Fans in der Opus Arena ist.
Der junge Ježić und der vielseitige Bukvić
Bessone lobte besonders den jungen Jon Ježić, der im ersten Spiel im Mittelfeld seine Chance bekam und sie voll und ganz rechtfertigte. Er betonte, dass er bewusst den erfahreneren Petrusenko übersprungen habe, weil er den Eindruck gewonnen habe, dass Ježić für diese Rolle bereit sei und die nötige Persönlichkeit besitze.
Außerdem äußerte er sich zur neuen Rolle von Domagoj Bukvić, den er auf der Position des Spielmachers eingesetzt hat.
"Bukvić hat bereits gezeigt, dass er fast auf allen Positionen spielen kann, außer vielleicht auf der Torhüterposition. Auf allen anderen kommt er perfekt zurecht, er hat viele Qualitäten und großes Wissen, was das Spiel selbst betrifft. Für mich als Trainer ist das großartig, wenn ich ihn dort einsetzen kann, wo ich ihn in einem bestimmten Moment am meisten brauche", schloss Bessone.
Die Geschichte spricht für Osijek
Die Statistik spricht für die Gäste. Osijek und Rudeš haben in der HNL bisher 12 direkte Duelle ausgetragen, von denen die Blau-Weißen neun gewannen. Sie verbuchten außerdem zwei Unentschieden und nur eine Niederlage, mit einer beeindruckenden Tordifferenz von 27:11. Auswärts gegen die Zagreber feierten sie vier Siege, besonders in Erinnerung bleibt das dramatische Spiel vom Juli 2023, als Osijek nach einem Rückstand mit 4:3 gewann.
Dennoch achtet niemand im Lager von Osijek auf die alten Zahlen. Sie sind sich bewusst, dass sie für neue Punkte die Herangehensweise und den Kampfgeist aus dem ersten Spiel wiederholen müssen, sonst erwartet sie ein unangenehmer Nachmittag in Velika Gorica.