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Bischof Medo über Müll in Lika: Gesundheit ist ein Gemeingut

Der Bischof von Gospić-Senj, Marko Medo, veröffentlichte die Erklärung "Bewahren wir die Gabe der geschaffenen Welt", in der er die zuständigen Behörden zur sofortigen Sanierung der illegalen Deponie mit 37.000 Tonnen gefährlichen Abfalls auffordert und betont, dass die Gesundheit der Bürger über allen Interessen stehen muss.

Foto: jplenio na Pixabay
Kurz gesagt
  • Der Bischof von Gospić-Senj, Marko Medo, hat sich öffentlich zur illegalen Deponie für gefährlichen Abfall in Lika geäußert.
  • Am Standort des ehemaligen PPK Velebit wurden seit 2022 37.000 Tonnen Abfall mit Kupfer, Zink, Blei und Antimon gelagert.
  • Der Bischof fordert eine sofortige Sanierung und betont, dass die Gesundheit der Bürger über politischen und wirtschaftlichen Interessen stehen muss.
  • Er unterstreicht das Recht der Bürger auf wahrheitsgemäße Informationen und eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Natur als Gabe Gottes.

Der Bischof von Gospić-Senj, Marko Medo, hat sich am Dienstag öffentlich zu der Umweltbedrohung geäußert, die die Öffentlichkeit in Lika seit Monaten beunruhigt. In der Erklärung mit dem Titel "Bewahren wir die Gabe der geschaffenen Welt" äußerte der Bischof tiefe Besorgnis über die illegale Deponie für gefährlichen Abfall im Gebiet von Gospić und forderte die Institutionen zu sofortigem Handeln auf, wobei er betonte, dass die Gesundheit der Menschen nicht zum Mittel politischer Auseinandersetzungen werden dürfe.

Am Standort des ehemaligen Fleischverarbeitungskomplexes PPK Velebit wurden seit Anfang 2022 etwa 37.000 Tonnen gefährlicher Abfälle gelagert. Zu den Substanzen, die Boden und Wasser gefährden, gehören Kupfer, Zink, Blei und Antimon, was bei der lokalen Bevölkerung berechtigte Angst um ihre Gesundheit und Sicherheit ausgelöst hat.

"Die Erde ist uns nicht gegeben, um sie unbegrenzt zu nutzen"

Bischof Medo betonte in seiner Ansprache, dass die Diözese Gospić-Senj als Ortskirche die pastorale und moralische Verantwortung spüre, sich klar zu einer Frage zu äußern, die unmittelbar das Wohl der dort lebenden Menschen berührt. "Gospić und Lika sind ein Raum, in dem wir leben, arbeiten, Familien gründen und mit dem wir tief verbunden sind. Das ist eine Region, die wir von früheren Generationen empfangen haben und für die wir gegenüber denen verantwortlich sind, die nach uns kommen", so der Bischof.

Besonders hob er die Verbindung zwischen der Sorge um die Natur und der Sorge um den Menschen hervor und lehnte deren Trennung ab. "Der Mensch lebt in der geschaffenen Welt, von ihr empfängt er Wasser, Nahrung und Lebensraum. Deshalb ist die Verschmutzung von Boden, Wasser und Luft nicht nur eine technische oder wirtschaftliche Frage, sondern kann zu einer Frage des Lebens, der Gesundheit, der Würde und der Zukunft werden", sagte Medo.

Gesundheit über politischen Interessen

Der Bischof war unmissverständlich in seiner Haltung, dass Leben, Gesundheit und Sicherheit der Menschen über jedem politischen, wirtschaftlichen oder geschäftlichen Interesse stehen müssen. Er forderte, dass jeder berechtigte Verdacht auf eine Gesundheitsgefährdung fachlich, unabhängig und vollständig untersucht wird. "Die Gesundheit der Menschen darf nicht zum Mittel politischer Auseinandersetzungen werden. Sie ist ein Gemeingut, für das wir alle Verantwortung tragen", betonte er. "Wenn gefährliche Stoffe den Boden, das Wasser, die Pflanzen- und Tierwelt oder die Sicherheit des Raumes, in dem der Mensch lebt, gefährden, dann sprechen wir von einer Frage der Menschenwürde und des Gemeinwohls."

Er forderte alle zuständigen staatlichen, lokalen und fachlichen Stellen auf, unverzüglich die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den tatsächlichen Zustand festzustellen, jede mögliche Gefahr zu beseitigen und eine fachgerechte und dauerhafte Sanierung aller gefährdeten Standorte durchzuführen. Gleichzeitig forderte er alle am öffentlichen Leben Beteiligten auf, dieses Thema nicht für politische Spiele und Auseinandersetzungen zu nutzen.

Recht auf Wahrheit und eine sichere Zukunft

Die Bürger, so der Bischof, hätten ein Recht auf wahrheitsgemäße, zeitnahe und transparente Informationen über den Zustand der Umwelt, in der sie leben, des Wassers, das sie trinken, der Luft, die sie atmen, und des Bodens, auf dem sie ihre Familien gründen. "Unsere Stellungnahme richtet sich nicht gegen irgendjemanden. Sie ist ein klares Eintreten für den Menschen, das Leben, die Gesundheit, die Wahrheit, die Verantwortung und die Bewahrung unseres gemeinsamen Hauses", schloss Medo.

Er erinnerte auch an die tiefere Verantwortung gegenüber der Natur: "Wasser zu bewahren bedeutet, Leben zu bewahren. Boden zu bewahren bedeutet, die Zukunft zu bewahren. Die Natur zu bewahren bedeutet, die Gabe zu respektieren, die wir von Gott empfangen haben."

Häufige Fragen
Wie viel gefährlicher Abfall wurde in Gospić gelagert? +
Im ehemaligen Komplex PPK Velebit wurden seit Anfang 2022 etwa 37.000 Tonnen gefährlicher Abfall gelagert.
Welche gefährlichen Stoffe wurden auf der Deponie gefunden? +
Unter den gelagerten Stoffen befinden sich Kupfer, Zink, Blei und Antimon.
Was fordert Bischof Medo von den zuständigen Institutionen? +
Er fordert die sofortige Feststellung des tatsächlichen Zustands, die Beseitigung jeder Gefahr und die Durchführung einer fachgerechten und dauerhaften Sanierung aller gefährdeten Standorte.
Wie steht der Bischof zur Politisierung dieses Falles? +
Der Bischof erklärte, dass die Gesundheit der Menschen nicht zum Mittel politischer Auseinandersetzungen werden dürfe, und forderte alle am öffentlichen Leben Beteiligten auf, dieses Thema nicht für politische Auseinandersetzungen zu nutzen.

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