BMW iX3 in der Mühe: 238 Kilometer Reichweite nach 15 Minuten
Der anspruchsvolle Test '10% Challenge' simulierte eine echte Autobahnfahrt und zeigte, wie sehr der deutsche Elektro-SUV bei Ladegeschwindigkeit und Reichweite Fortschritte gemacht hat.
Der anspruchsvolle Test '10% Challenge' simulierte eine echte Autobahnfahrt und zeigte, wie sehr der deutsche Elektro-SUV bei Ladegeschwindigkeit und Reichweite Fortschritte gemacht hat.
Wie viele Kilometer können Sie tatsächlich hinzufügen, während Sie auf der Autobahn einen Kaffee trinken? Der YouTube-Kanal Out of Spec Roaming hat genau das mit dem neuen BMW iX3 getestet und ihn einem rigorosen Test namens '10% Challenge' unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass es sich um einen der beeindruckendsten Elektro-SUVs handelt, wenn es um Ladegeschwindigkeit und nutzbare Reichweite auf offener Straße geht.
Das Konzept des Tests ist einfach, aber äußerst anspruchsvoll. Das Auto kommt mit nur 10 Prozent Batterieladung an die Ladestation. Dann wird es genau 15 Minuten geladen, danach fährt es auf die Autobahn, wo es mit konstanter Geschwindigkeit von 120 km/h fährt. Der Test endet in dem Moment, in dem die Batterie wieder auf die anfänglichen 10 Prozent fällt. Ziel ist es, eine typische Situation auf langen Reisen zu simulieren: kurzer Stopp für eine Pause und Weiterfahrt.
Die Bestellungen für den neuen iX3 haben laut verfügbaren Informationen bereits die Produktionskapazitäten für das gesamte Jahr 2026 gefüllt, was genug über das Interesse der Kunden aussagt. Doch die werkseitig angegebene Reichweite ist eine Sache, die tatsächliche Leistung auf der Autobahn eine ganz andere.
Während des Tests demonstrierte der neue iX3 die gesamte Leistungsfähigkeit der BMW-Neue-Klasse-Ladetechnologie. Er erreichte eine maximale Ladeleistung von 407 kW, und einen Wert von etwa 400 kW hielt er, bis die Batterie etwa 20 Prozent Ladung erreichte. Die Ladekurve blieb auch später beeindruckend: Bei 30 Prozent betrug die Leistung etwa 360 kW, bei 40 Prozent fiel sie auf ungefähr 250 kW, und bei 50 Prozent hielt sie immer noch respektable 200 kW.
Das Endergebnis war, dass die Batterie in nur 15 Minuten von 10 auf 65 Prozent geladen wurde, mit einer durchschnittlichen Ladeleistung von 257 kW. Angesichts einer Batterie mit einer Nettokapazität von 108 kWh verkürzt diese Ladegeschwindigkeit die Zeit an Raststätten erheblich. BMW gibt offiziell an, dass für das Laden von 10 auf 80 Prozent 21 Minuten benötigt werden, und die Testergebnisse deuten darauf hin, dass diese Angabe unter optimalen Bedingungen realistisch erreichbar ist.
Die wichtigste Information folgte nach dem Trennen vom Ladegerät. Mit 65 Prozent Batterieladung schaffte der iX3 bei konstanter Geschwindigkeit von 120 km/h 238 Kilometer, bevor die Anzeige wieder 10 Prozent zeigte. Der durchschnittliche Verbrauch während des Tests betrug 24,3 kWh pro 100 Kilometer.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird geschätzt, dass ein vollständig geladener iX3 unter denselben Autobahnbedingungen etwa 468 Kilometer zurücklegen könnte. Ein noch besserer Indikator für die Planung längerer Routen ergibt sich aus BMWs Angabe zum Laden auf 80 Prozent: Nach 21 Minuten an einer Schnellladestation könnte das Auto laut Testergebnissen etwa 326 Kilometer zurücklegen, bevor die Batterie wieder auf 10 Prozent fällt.
Die Kombination aus großer Batteriekapazität, extrem hoher Ladeleistung und solider Effizienz auf der Autobahn zeigt deutlich, warum der neue iX3 als eines der wichtigsten elektrischen Modelle von BMW der letzten Jahre positioniert ist.