Während man ungeduldig auf die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen und Gutachten nach dem heutigen Zusammenstoß eines Güter- und Personenzugs in Škrinjari wartet, wird seit heute Morgen ein Name unzählige Male wiederholt. Es handelt sich um Božidar Zrinski, einen Einwohner, der sich im entscheidenden Moment am richtigen Ort befand und ohne zu zögern zur Hilfe eilte.
Sein Name wurde von allen genannt, vom Minister und Gespanschaftshauptmann bis hin zu den Spitzen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und der Kroatischen Eisenbahn. Doch die größte Dankbarkeit empfinden die Passagiere, die Zrinski auf völlig unerwartete Weise begegnet sind.
Mit dem Gabelstapler den steilen Hang hinunter zu den Verletzten
Nachdem die Feuerwehrleute, von denen 51 im Einsatz waren, die Passagiere aus dem Wrack gezogen hatten, trat ein neues Problem auf. Die Verletzten und Geschockten mussten sicher den steilen Hang hinuntergebracht werden, der sich von den Gleisen bis zum Zufahrtsweg erstreckte. In diesem Moment kam dem findigen Zrinski eine Idee, die ihn zum Helden des Tages machen sollte, er setzte seinen Gabelstapler ein.
"Ich kam gerade von der Tankstelle zurück, als ich sah, was passiert war. Da ich in der Nähe eine Halle habe, holte ich die Maschine, den Gabelstapler, und fuhr zu den Zügen. Da war der Rettungsdienst schon da. Ich habe die Verletzten mit dem Gabelstapler hinuntergebracht, denn ich weiß nicht, wie sie sie sonst hätten hinunterbringen sollen. Wie waren die Passagiere? Sehr verwirrt, es gab auch blutige. Unter den Passagieren waren auch zwei kleine Kinder, die nicht verletzt waren. Die Kinder weinten nicht, aber sie fanden die ganze Situation interessant. Es waren jedoch Szenen, die schwer zu beschreiben sind, aber ich habe nur meine Bürgerpflicht erfüllt", erzählte Božidar Zrinski der Zeitung Jutarnji list.
Details zum Unfall und Zahl der Verletzten
Die Meldung über den Zugzusammenstoß ging etwas nach 10 Uhr morgens am 8. August 2026 ein. Im Personenzug befanden sich insgesamt 28 Personen, 26 Passagiere, der Lokführer und der Schaffner. Bei dem Unfall erlitten sechs Personen schwere Verletzungen, darunter auch der Lokführer des Personenzugs, während 11 Personen mit leichten Verletzungen davonkamen. Glücklicherweise wurden die beiden kleinen Kinder unter den Passagieren nicht verletzt.
Die Tragödie hätte noch größer sein können, wäre der Güterzug auf dem Weg nach Vrbovec nicht leer gewesen. Obwohl spekuliert wird, dass genau dieser an der Kreuzung nicht anhielt und durch ein rotes Signal fuhr, wird die genaue Unfallursache erst bekannt sein, wenn die Polizei in Koordination mit der Staatsanwaltschaft und der Agentur für Unfalluntersuchung alle Daten gesammelt und eine fundierte Entscheidung getroffen hat.