Die Regierung von Andrej Plenković muss gehen, das Parlament muss aufgelöst werden, und die Bürger müssen bei Neuwahlen entscheiden, wer den Staat führen soll, das ist die zentrale Botschaft, die Miro Bulj, Abgeordneter der Most-Partei und Bürgermeister von Sinj, am Dienstag, dem 11. August 2026, über soziale Netzwerke verbreitet hat. Anlass ist der Skandal um illegale Müllablagerungen im Gebiet von Gospić, ein Fall, den Bulj als 'Ökozid in Lika' bezeichnet und in dem er eine direkte politische Verantwortung der Exekutive sieht.
In einer Ansprache, die niemanden schonte, erklärte Bulj, dass er seit Jahren davor warne, dass sich die kroatische Regierung gegenüber dem Land, den Menschen, der Umwelt, dem Wasser und allen Ressourcen 'schlimmer verhalte als die Tschetniks und alle Besatzer', und der Müllskandal in Lika sei für ihn, der beste Beweis dafür. Von Premierminister Plenković fordert er ausdrücklich die Ausrufung von Neuwahlen, und von den Koalitionspartnern erwartet er, dass sie ihre Mandate zurückgeben und ihre Unterstützung entziehen, ein Schritt, den Most, wie er sagte, unterstützen werde.
Warum er nicht in der Ehrentribüne saß
Die Ansprache nutzte er auch, um sein Fernbleiben von der Ehrentribüne bei der diesjährigen Sinjska alka zu erklären. Der Grund war keine protokollarische Laune, sondern eine prinzipielle Haltung. 'Ich saß nicht dort, weil diese Regierung meiner Meinung nach nach Müllmafia stinkt, nach einer Mafia, die alles verkauft hat, was kroatisch ist', sagte er. Er rief die Bürger dazu auf, bei den Wahlen zu beurteilen, wer die nationalen Interessen schützt und für ein souveränes Kroatien kämpft und wer, fremden Interessen dient.
Sinj 2017 als verhindertes Szenario
Bulj berief sich auch auf seine eigenen Erfahrungen aus dem Jahr 2017, als er als Aktivist den Versuch verhinderte, Industrieabfälle im Gebiet von Slane Stine in Sinj zu lagern, am Zufluss des Flusses Cetina, zwischen Suhač und Karakašica. 'Damals haben wir ein Szenario verhindert, wie wir es heute in Lika sehen', betonte er.
Besonders emotional war der Teil, der Lika gewidmet war, das er als 'Herz Kroatiens' bezeichnete und an den Beitrag kroatischer Verteidiger erinnerte, darunter auch seinen Mitbürger Mirko Norac. 'Gemeinsam haben wir Kroatien vor den Tschetniks verteidigt, und heute verhält sich die Regierung meiner Meinung nach gegenüber Kroatien schlimmer als alle Besatzer', schloss Bulj.