Butković: Lokführer bremste und floh vor dem Zusammenstoß in den hinteren Zugteil
Der Verkehrsminister besuchte den schwer verletzten Lokführer in Rebro und enthüllte Details ihres kurzen Gesprächs nach dem heutigen Zugzusammenstoß bei Škrinjari.
Der Verkehrsminister besuchte den schwer verletzten Lokführer in Rebro und enthüllte Details ihres kurzen Gesprächs nach dem heutigen Zugzusammenstoß bei Škrinjari.
Minister für Meer, Verkehr und Infrastruktur Oleg Butković besuchte am Nachmittag im Zagreber Krankenhaus Rebro den Lokführer des Personenzugs, der heute Morgen bei einem Zusammenstoß mit einem Güterzug auf dem Abschnitt zwischen Sveti Ivan Žabno und Gradec schwer verletzt wurde. Butković übermittelte nach einem kurzen Gespräch mit dem Mann, der mehr als vier Jahrzehnte hinter dem Steuer verbracht hat, dessen dramatische Schilderung der Momente unmittelbar vor dem Aufprall.
"Wir haben kurz gesprochen. Der Mann arbeitet seit 42 Jahren, steht kurz vor der Rente. Als er den Zug aus der Gegenrichtung sah, konnte er noch bremsen und in den hinteren Zugteil fliehen. So entging er tatsächlich dem Tod", verriet Butković.
Der Unfall ereignete sich am Samstag, dem 8. August 2026, kurz nach 10 Uhr auf der Strecke bei Škrinjari, unweit von Križevci. Nach Angaben von Tportal kam es um 10:05 Uhr zum Zusammenstoß zwischen einem Güterzug der HŽ Cargo und einem Personenzug der HŽ Putnički prijevoz. Im Personenzug befanden sich 28 Personen, darunter 26 Fahrgäste, der Schaffner und der Lokführer.
Innenminister Medved, der die Unfallstelle besichtigte, erklärte, dass "alle verletzten Personen in kürzester Zeit entsprechend der Schwere ihrer Verletzungen versorgt wurden". An der Rettungsaktion waren 51 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen beteiligt, darunter ein Spezialfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Đurđevac, und ein Rettungshubschrauber der HEMS wurde ebenfalls eingesetzt.
Bei dem Unfall erlitten sechs Personen schwere und zwischen 13 und 14 Personen leichte Verletzungen. Die Quellen unterscheiden sich in der genauen Zahl der leicht Verletzten: Klikni.hr nennt 13, während Tportal von 14 leicht Verletzten berichtet. Der Arzt des KBC Zagreb, Adis Keranović, bestätigte, dass keiner der Verletzten in Lebensgefahr schwebt. Drei Personen mit schweren Verletzungen wurden in Rebro stationär aufgenommen und sind stabil, eine Person wurde im Krankenhaus Vinogradska versorgt, und vier wurden ins Allgemeine Krankenhaus Bjelovar gebracht.
Die Direktorin des Kroatischen Instituts für Notfallmedizin, Maja Grba-Bujević, berichtete, dass sechs bodengebundene Notfallteams und der Rettungshubschrauber an der Versorgung beteiligt waren. Der Gespanschaftspräfekt von Koprivnica-Križevci, Tomislav Golubić, betonte, dass Teams aus den Gespanschaften Zagreb und Bjelovar-Bilogora zur Hilfe gekommen seien.
Frau Dragica, eine der 28 Fahrgäste, die den Zusammenstoß miterlebten, beschrieb gegenüber Dnevnik.hr den Moment des Aufpralls. "Es war erschreckend, ich hatte das Gefühl, nach vorne geschleudert zu werden", sagte sie. Die Fahrgäste wurden von Feuerwehrleuten und Zivilisten evakuiert, wobei ein Anwohner aus Škrinjari besonderes Lob erhielt, der mit seiner Maschine dem medizinischen Team und den Feuerwehrleuten half.
Der oberste Feuerwehrkommandant Slavko Tucaković sagte, dass nach der Versorgung aller Fahrgäste Explosionsgefahr bestand, da der Tank einer Lokomotive beschädigt war, der etwa 1400 Liter Treibstoff enthielt. Die Feuerwehr verhinderte einen Brandausbruch durch präventives Aufbringen von Schaum und das Umpumpen des Treibstoffs in sichere Behälter.
Premierminister Andrej Plenković bedauerte den Unfall und betonte, dass es ein Glück sei, dass es keine Toten gebe. "Die Ermittlungen werden zeigen, was die Ursache des Unfalls war", sagte er. Die Vizepremierminister Davor Božinović und Oleg Butković koordinierten zusammen mit der Gesundheitsministerin und den Leitern der Rettungsdienste unmittelbar nach dem Zusammenstoß die Maßnahmen vor Ort.