Beim Splitter Kommunalunternehmen Čistoća hat man auch in dieser Saison mit Krankenständen zu kämpfen. Direktor Vlado Pehar bestätigte gegenüber dem Dalmatinski portal, dass derzeit 80 Mitarbeiter krankgeschrieben sind, was bei insgesamt 400 Beschäftigten einem Fünftel des Unternehmens entspricht. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass es sich hauptsächlich um operative Mitarbeiter handelt und nicht um Verwaltungspersonal, berichtet Dragan Miljuš auf dem Dalmatinski portal.
Zeitarbeitskräfte und neue Maßnahmen
Wie in den Vorjahren wurden Zeitarbeitskräfte eingesetzt. Laut Pehar handelt es sich um etwa zwanzig Personen, die zusammen mit den derzeit Aktiven die Lücke schließen sollen, die durch die Krankenstände entstanden ist. Es gibt reichlich Arbeit, denn die Stadt ist voller Touristen, wie zu dieser Jahreszeit üblich. Der Direktor hat auch Neuerungen eingeführt, indem er beschloss, Arbeit finanziell zu belohnen und Abwesenheiten zu bestrafen, doch die Maßnahme hat gerade erst begonnen, daher ist es für detailliertere Bewertungen noch zu früh.
Kündigung wegen Fußball während des Krankenstands
Es scheint jedoch, dass nicht alle Krankenstände gerechtfertigt sind. Kürzlich stellte das Management des Unternehmens bei einem Mitarbeiter vorsätzliches Verhalten fest, genauer gesagt den Missbrauch des Krankenstands. Die Person wurde entlassen, weil sie während des Krankenstands, der auf eine Arbeitsverletzung zurückzuführen war, an einem Fußballspiel teilgenommen hatte. Bei Čistoća wollte man gegenüber den Journalisten des Dalmatinski portal aus Gründen des Datenschutzes keine Stellung nehmen, doch nach Informationen war der Arbeiter auf der Liste für das Spiel, was der Geschäftsführung zu Ohren kam, die daraufhin Maßnahmen ergriff.
Gewerkschaft gegen Kündigung
Die Gewerkschaft von Čistoća hat dieser Kündigung nicht zugestimmt. Sie waren der Ansicht, dass die Beweise nicht ausreichten und dass der Ruf des Arbeitgebers nicht geschädigt wurde und auch kein materieller Schaden entstanden ist. Sie betonten auch, dass dieser Mitarbeiter immer bereit war, dem Arbeitgeber zu helfen, und so als Ersatz für einen Kollegen eingesprungen ist, der sich am Müllwagen verletzt hatte.
Die Gewerkschaft fügte hinzu, dass es sich um einen erfahrenen und langjährigen Mitarbeiter handelt, der die falsche Auslegung seiner Handlungen bedauert. Sie schlugen vor, das Kündigungsverfahren zu stoppen und ihm die Möglichkeit zu geben, weiterzuarbeiten und sich bei Čistoća zu beweisen, doch die Geschäftsführung stimmte dem letztendlich nicht zu.