Am Grenzübergang Tovarnik haben Zollbeamte die Einfuhr von 4.400 Stück verschiedener Potenzmittel verhindert, wodurch eine Schmuggeloperation im Wert von über 100.000 Euro scheiterte. Es handelt sich um Tabletten, Sprays, Gele und andere Produkte mit einem Gesamtgewicht von 118 Kilogramm, die bei der Kontrolle eines Lastwagens mit serbischen Kennzeichen entdeckt wurden.
Statt Wasser: Kartons voller Potenzmittel
Nach Angaben von Silvija Mlinarević, Leiterin des Grenzzollamts Ilok, wurde die Ware gefunden, nachdem ein bevollmächtigter Zollbeamter den Laderaum geöffnet und gründlich durchsucht hatte. "Beim Öffnen des Laderaums und der gründlichen Durchsuchung fand der bevollmächtigte Zollbeamte Ware, die von der deklarierten abwich", erklärte Mlinarević gegenüber Net.hr.
Im Fahrzeug befanden sich statt des deklarierten Wassers in Kartons genau 4.400 Stück Potenzmittel. "Es handelt sich um 4.400 Stück verschiedener Potenzmittel, also insgesamt etwa 118 Kilogramm", präzisierte Mlinarević.
Bürger geteilter Meinung über die Beschlagnahme
Die ungewöhnlich große Beschlagnahme löste eine Reihe von Reaktionen bei den Bürgern aus. Branko findet es schade, dass die Ware beschlagnahmt wurde: "Also schau, ich brauche das nicht, um das klarzustellen, aber ich finde es schade, dass sie es beschlagnahmt haben, sozusagen, lass die Leute doch genießen, um Himmels willen, besonders Leute in meinem Alter."
Domagoj hingegen ist strikt gegen die Verwendung solcher Produkte: "Das brauche ich überhaupt nicht, und ich würde es auch nicht verwenden, und selbst denen, die es brauchen, Gott bewahre, dass sie es überhaupt verwenden." Davor betont, dass er sie nicht auf dem Schwarzmarkt kaufen würde, selbst wenn er sie bräuchte: "Ich brauche es nicht, und was den Schwarzmarkt betrifft, selbst wenn ich es bräuchte, würde ich es wieder nicht tun."
Experten warnen vor ernsthaften Risiken
Lidija Ranogajec, Leiterin einer Apotheke, warnte, dass Medikamente vom Schwarzmarkt immer fragwürdige Zusammensetzung und Dosierung haben. "Medikamente, die auf dem Schwarzmarkt sind, haben vor allem eine fragwürdige Zusammensetzung und Dosierung, oft weiß man also nicht, welche Substanz sie enthalten und in welcher Dosis, und das ist sicherlich ein noch größeres Risiko", sagte Ranogajec.
Besonders betonte sie die Gefahr für Herzpatienten: "Durch den Konsum solcher Medikamente können Herzpatienten mit einem Myokardinfarkt oder Herzrhythmusstörungen konfrontiert werden." Deshalb sind Potenzmittel in Kroatien legal nur in Apotheken mit ärztlichem Rezept erhältlich.
Strafe und Vernichtung der Ware
Mlinarević erklärte, dass solche Ware regelmäßig an der Grenze auftaucht, jedoch in kleineren Mengen für den persönlichen Gebrauch. "Das ist Ware, die regelmäßig am Grenzübergang auftaucht, aber in kleineren Mengen, sozusagen für den persönlichen Gebrauch, aber da es sich um Ware handelt, die verboten ist, wird sie regelmäßig sanktioniert und beschlagnahmt", sagte sie.
Der Schmuggler, der mit 4.400 Stück Potenzmittel erwischt wurde, wurde mit 13.200 Euro bestraft, und ihm wurden auch 204 Euro für die Vernichtung der beschlagnahmten Ware in Rechnung gestellt.