Hajduk erlosch in der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Gorica, und ein ähnliches Muster war auch in der letzten Runde gegen Istra zu sehen. Die Mannschaft hatte Ballbesitz, aber das Spiel wirkte unausgegoren und fruchtlos, und die Spieler, die das Spiel begonnen hatten, wirkten ausgepumpt, wie ein platter Ball. Dennoch sollte man sich darüber nicht wundern.
Der Sieg als psychologische Spritze
Dieser Sieg gegen Gorica kann eine bedeutende Spritze auf psychologischer Ebene sein. Der Grund ist einfach: Hajduk fällt es extrem schwer, den Rhythmus "Donnerstag - Sonntag" durchzuhalten. Genau dieser Rhythmus führte zu der legendären Aussage von Igor Tudor während des Doppelspiels gegen Schachtjor Karaganda, heute ein kasachischer Zweitligist.
Nach der 2:4-Niederlage im ersten Spiel sagte Tudor auf der Pressekonferenz, während er auf den Tisch schlug:
"Donnerstag, Sonntag, Donnerstag, Sonntag, Donnerstag, Sonntag. Und so immer weiter. Als ich bei Juventus spielte, spielten dort immer dieselben zehn. Keine Müdigkeit, keine Verletzungen. Glaubt ihr, das ist Zufall? Nein, denn das sind Klasse."
Diese Worte lassen sich absolut auf den Kader von Gonzalo Garcia anwenden, nicht unbedingt im Hinblick auf die Qualität, sondern auf die Breite. Seine etwa 15 Spieler werden sicherlich ein schweres Wochenende haben, egal gegen wen, solange sie auch donnerstags spielen.
Kader wie ein Bahnhof
Diese Art von Kader ist noch lange nicht eingespielt und wirkt wie ein Bahnhof. Garcias Aussage über das Stadion ist keineswegs leer, sondern sehr solide. Wie sehr hat Brajković gefehlt, und zum Glück kam Šotiček schnell. Bald wird sich Dennis Hadžikadunić anschließen, ein Verteidiger, denn Hajduk braucht zusätzliche Spieler in jeder Linie, damit das Meisterschaftstempo nach den europäischen Spielen stabil bleibt.
Es ist eine Tatsache, dass das Tempo leiden wird, solange Europa dauert, und alle hoffen, dass es den ganzen Herbst über sein wird, zumindest für den Anfang. Und sie haben das Recht auf diese Hoffnung, denn Raków ist kein leichter Gegner. Sie haben zum Beispiel noch keinen Punkt in der Liga und rotieren die Mannschaft ebenfalls, genau wie Hajduk.
Angst vor Verletzungen von Acapandie und Hodak
Alle zuckten gegen Gorica zusammen, als Acapandie und später auch Hodak auf dem Rasen lagen. Bei Hajduks erstem Rechtsverteidiger rutschte das Bein gefährlich weg und er hielt sich den hinteren Oberschenkelmuskel, aber Garcia beruhigte die Fans direkt nach dem Spiel, indem er sagte, es sei nichts Ernstes oder Wichtiges gewesen.
Es ist nicht überraschend, dass die Weißen im Laufe des Spiels nachlassen. Hajduk ist nicht Juventus, also kann es keine 20 gleichwertigen Top-Spieler haben. Hajduk ist in der Position, sich auf Hadžikadunić zu freuen und beruhigt sein zu können, weil Acapandie nichts Ernstes passiert ist.