CIA-Direktor John Ratcliffe hat US-Präsident Donald Trump offenbar davon überzeugt, die entscheidende geheimdienstliche Unterstützung für die Ukraine fortzusetzen, und das während informeller Golfrunden. Das Magazin The Atlantic berichtet am Montag, den 10. August 2026, unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass Ratcliffe Trump Daten präsentierte, wonach die russischen Verluste an der Front 40.000 Soldaten pro Monat übersteigen.
Diese Zahl hat den US-Präsidenten tief beeindruckt. Ein westlicher Geheimdienstmitarbeiter erklärte gegenüber The Atlantic Ratcliffes Strategie mit einem einfachen Satz: "Trump mag keine Verlierer." Solange der Eindruck vorherrscht, dass die Ukraine gewinnt, sei Trump weniger geneigt, die Unterstützung einzustellen und sich aus dem Konflikt zurückzuziehen.
Fortsetzung der Weitergabe von Zielkoordinaten
Die Vereinigten Staaten liefern der Ukraine weiterhin kostenlos Geheimdienstinformationen, einschließlich präziser Koordinaten. Diese werden genutzt, um russische Militärstellungen auf besetztem ukrainischem Territorium zu attackieren, aber auch für Angriffe auf die Energieinfrastruktur innerhalb Russlands selbst, wie US-amerikanische und ukrainische Quellen gegenüber The Atlantic behaupten. Ausgerechnet Ratcliffe wird zugeschrieben, diesen Unterstützungskanal aufrechterhalten zu haben.
Über das Ausmaß der Zusammenarbeit spricht auch ein aktueller Bericht von Politico vom 6. August 2026, der veröffentlichte, dass die geheimdienstliche Zusammenarbeit zwischen Washington und Kiew erheblich verbessert wurde. Dies stellt eine deutliche Erholung dar, nachdem sie im März 2025 vorübergehend eingeschränkt worden war.
Bestätigung aus dem Senat und Nutzen für beide Seiten
Der demokratische Senator Mark Warner, hochrangiges Mitglied des Senatsausschusses für Geheimdienste, bestätigte, dass der Datenaustausch wieder auf das vorherige Niveau gebracht wurde, ohne jedoch Details zu nennen. Der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, John Herbst, betonte ebenfalls die Bedeutung dieser Zusammenarbeit und hob hervor, dass sie beiden Ländern zugutekomme, da die ukrainischen Geheimdienste über eine immense Menge an Informationen über Russland verfügen.
Experten bringen die verbesserte Zusammenarbeit mit der zunehmenden Fähigkeit der Ukraine in Verbindung, Angriffe tief im russischen Territorium auszuführen, sowie mit dem immer breiteren Einsatz von Drohnensystemen an der Front.