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Olivenölpreise drohen erneut zu steigen

Extreme Hitze und Brände haben Olivenhaine in Griechenland, Italien und Portugal verwüstet, während Dürre auch Spanien trifft. Die Folgen werden auch kroatische Verbraucher spüren.

Foto: Pixabay na Pexels
Kurz gesagt
  • Die Olivenölpreise könnten erneut steigen, da extreme Hitze, Dürre und Brände Olivenhaine in Griechenland, Italien und Portugal zerstört haben.
  • In Griechenland wüten die Brände bereits in der zweiten Woche, mindestens fünf Menschen sind gestorben, und der ehemalige Bürgermeister bezeichnet die Lage als 'absolut inakzeptabel'.
  • Neben Oliven sind auch Tausende Tonnen Gemüse in Frankreich betroffen, und in der Champagne wird die früheste Traubenernte mit 10 % niedrigeren Erträgen erwartet.

Nach einer kurzen Verschnaufpause könnten die Olivenölpreise auf dem europäischen Markt wieder anziehen. Warnungen von Erzeugern kommen, nachdem extreme Wetterbedingungen, darunter verheerende Brände und anhaltende Dürre, Olivenhaine und andere landwirtschaftliche Kulturen in ganz Südeuropa verwüstet haben. Es wird erwartet, dass das geringere Angebot die Preise in die Höhe treiben wird, was sich auch direkt auf den kroatischen Markt auswirken dürfte.

Brände wüten in Griechenland, fünf Tote

Griechenland kämpft bereits in der zweiten Woche gegen große Brände, die eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben. Das Gebiet Porto Germeno, westlich von Athen, erwachte am Dienstag, dem 4. August 2026, mit Bildern von ausgebrannten Häusern und verkohlten Autos, nachdem die Flammen durch die Region gezogen waren. Hunderte Feuerwehrleute sind weiterhin im Einsatz, und starke Winde sowie trockene Bedingungen erschweren die Löscharbeiten.

Der menschliche Preis ist hoch. In den letzten zwei Wochen kamen bei den Bränden mindestens fünf Menschen ums Leben. Die Frustration in der lokalen Bevölkerung wächst, und der ehemalige Bürgermeister von Villia, Konstantinos Makrynoris, bezeichnete die vergangenen Tage als "absolut inakzeptabel", wie Euronews berichtet.

Olivenhaine in Flammen von Griechenland bis Portugal

Die Folgen für die Landwirtschaft sind katastrophal. Olivenhaine sind in Griechenland, Italien und Portugal niedergebrannt. Selbst auf Plantagen, die dem direkten Feuer entgingen, verursachen Asche, schlechte Luftqualität, Schädlinge und Krankheiten zusätzlichen Schaden. Die hohen Temperaturen wirken sich auch negativ auf die Fruchtgröße aus, was die Ernte weiter reduzieren wird.

Spanien, der größte europäische Olivenölproduzent, hatte bisher etwas mildere Temperaturen, doch die Bäume leiden unter der Dürre. Dies kann zu vorzeitigem Fruchtfall führen, was ebenfalls die Endmengen beeinflussen wird. Branchenvertreter warnen, dass die Kombination aus Fruchtverlust und früherer Ernte die Mengen des produzierten Olivenöls und die Marktpreise im kommenden Jahr erheblich beeinflussen könnte.

Schäden in zweistelliger Millionenhöhe

Nicht nur Oliven sind betroffen. Der französische Gemüseproduzentenverband schätzt, dass Tausende Tonnen Salat, Karotten, Lauch, Knoblauch und Schalotten verloren gegangen sind. Der Wert dieser verlorenen Produkte beläuft sich auf zig Millionen Euro, und die Produktion einiger Kulturen könnte sich aufgrund des Regenmangels halbieren.

Die Hitze hat auch das Wachstum der Trauben in den berühmten französischen Weinregionen, darunter Champagne, Bordeaux und Burgund, verlangsamt. In der Champagne wird die früheste Ernte aller Zeiten erwartet, voraussichtlich um den 15. August, mit Erträgen, die etwa zehn Prozent niedriger liegen könnten als im Vorjahr.

Häufige Fragen
Warum könnten die Olivenölpreise erneut steigen? +
Extreme Hitze, Dürre und große Brände haben Olivenhaine in wichtigen Erzeugerländern wie Griechenland, Italien und Portugal zerstört, was die diesjährige Ernte verringern und die Marktpreise in die Höhe treiben wird.
Welche Länder sind am stärksten von Bränden in Olivenhainen betroffen? +
Olivenhaine haben in Griechenland, Italien und Portugal Schäden durch Brände erlitten, während Spanien, der größte Produzent, von Dürre betroffen ist.
Wie hoch ist der menschliche Tribut der Brände in Griechenland? +
Laut Euronews sind bei den Bränden in Griechenland in den letzten zwei Wochen mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.
Sind auch andere landwirtschaftliche Kulturen betroffen? +
Ja, in Frankreich gibt es große Verluste bei der Gemüseproduktion, und Dürre und Hitze wirken sich auch auf Weinberge in Regionen wie der Champagne aus, wo ein Rückgang der Erträge um etwa 10 % erwartet wird.

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