Chilene stiehlt 800.000 Euro, Polizei erwartet ihn in Zagreb
Zayn A. (35) wird verdächtigt, in Zagreb und Split fünf schwere Einbruchsdiebstähle begangen zu haben. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft von einem Monat in Remetinec angeordnet.
Zayn A. (35) wird verdächtigt, in Zagreb und Split fünf schwere Einbruchsdiebstähle begangen zu haben. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft von einem Monat in Remetinec angeordnet.
Der zuständige Ermittlungsrichter am Bezirksgericht Zagreb hat gegen den chilenischen Staatsbürger Zayn A. (35) Untersuchungshaft von einem Monat angeordnet. Die Polizei in Zagreb und Split wirft ihm eine Reihe von Einbrüchen in Zagreb und Dalmatien vor. Nach Angaben aus der Ermittlung übersteigt der durch die Straftaten verursachte Sachschaden 800.000 Euro.
Die Staatsanwaltschaft Zagreb hatte Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr und Wiederholungsgefahr beantragt, da es sich um einen Ausländer handelt, der ohne Dokumente nach Kroatien kam. Der Richter stimmte dem Antrag zu, und der Verdächtige wird die nächsten Monate in der Untersuchungshaftanstalt Remetinec verbringen. Nach inoffiziellen Informationen der Tageszeitung Jutarnji list schweigt er zu den Vorwürfen.
Wie die Jutarnji list inoffiziell erfährt, gab Zayn A. nach seiner Festnahme an, vor anderthalb Monaten ohne jegliche Dokumente nach Kroatien gekommen zu sein, die er nach eigenen Angaben in Spanien verloren habe.
"Ich kam mit dem Zug aus Barcelona nach Kroatien. Und zwar ohne Papiere, weil ich sie in Spanien verloren habe. Ich habe in Häusern gestohlen. Zu manchen Gebäuden bin ich mit dem Taxi gefahren, mit Bolt. Ich saß dann so auf der Straße und beobachtete die Gebäude. Und wenn mir ein Gebäude geeignet erschien, stieg ich über den Balkon ein. Die Polizei hat mir die Sachen abgenommen, die sie bei meiner Festnahme bei mir gefunden hat, während ich den Rest des Geldes bereits ausgegeben hatte", erzählte der verdächtige Chilene laut inoffiziellen Informationen.
Laut Strafanzeige brach Zayn A. vom 4. Juli bis 1. August 2026 in insgesamt fünf Wohnungen ein. In Zagreb hatte er es hauptsächlich auf Ausländer abgesehen; die Objekte befanden sich in Medveščak, wo er in ein Haus und eine Wohnung einbrach, sowie ein Haus in Novi Zagreb. Danach verlagerte er seine Aktivitäten nach Dalmatien, wo er in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August in zwei Apartments in Split-Žnjan einbrach.
Die Zagreber Polizei beschrieb seine Vorgehensweise detailliert.
"Er näherte sich der Balkontür, beschädigte zunächst das Fenster und öffnete es dann mit Körperkraft und geeignetem Werkzeug, woraufhin er in den Raum eindrang. Um sich die ungestörte Tatbegehung zu sichern, blockierte er die Tür mit Stühlen und entwendete Kleidung, Parfums, Schmuck, Bekleidungsgegenstände, Kosmetik, technische Ausrüstung, eine Geldbörse mit Dokumenten und Geld, woraufhin er mit der Beute floh", teilte die Polizei mit.Die gestohlenen Gegenstände stopfte er in Reisekoffer, die er in den Häusern fand, und unter der Beute befanden sich auch Krypto-Wallets.
Eine Schlüsselrolle bei der Aufklärung des Falles spielte die Zusammenarbeit der Kriminalpolizei aus Zagreb und Split. Nachdem sie die Identität des Täters festgestellt hatten, erkannten sie, dass er sich am 3. August 2026 von Split in Richtung Zagreb bewegen könnte.
"Am Montag, dem 3. August, wurde durch beharrliche Arbeit und intensive Zusammenarbeit der beiden Polizeidirektionen erkannt, dass sich der Verdächtige von Split in Richtung Zagreb bewegen könnte. Diese operative Arbeit und Zusammenarbeit führten zu seiner Festnahme bei seiner Ankunft in Zagreb. Der durch die Straftaten verursachte Sachschaden beträgt mehr als 800.000 Euro", so die Zagreber Polizei abschließend.
Bei der Festnahme fand die Polizei bei dem Verdächtigen einen Teil der gestohlenen Gegenstände, darunter teure Uhren und Goldschmuck. Es bleibt unklar, ob er einen Teil der Beute weiterverkaufen konnte und ob er bei den Einbrüchen allein oder mit einem Komplizen handelte. Die Ermittler werden auch sein Handy analysieren, das weitere Informationen über seine Aktivitäten preisgeben könnte.