Die griechischen Behörden haben am Montag, dem 10. August 2026, in Attika und sechs weiteren Regionen roten Alarm wegen eines extrem hohen Risikos für die Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden ausgerufen. Die Entscheidung wurde nach einer Sitzung des Risikobewertungsausschusses getroffen, und alle zuständigen öffentlichen Dienste wurden in volle Alarmbereitschaft versetzt, wie der staatliche Fernsehsender ERT News berichtet.
Nach Informationen, die von Kurir.rs unter Berufung auf Euronews Serbien und die Agentur Tanjug veröffentlicht wurden, werden die Temperaturen lokal bis zu 40 Grad Celsius erreichen. In Kombination mit starken Windböen und anhaltender Trockenheit sind Bedingungen entstanden, die eine schnelle Entstehung und unkontrollierte Ausbreitung der Feuersbrunst begünstigen.
Volle Mobilisierung und vorbeugende Maßnahmen
Die Abteilung für Zivilschutz Griechenlands hat eine Warnung herausgegeben, in der betont wird, dass roter Alarm eine vollständige Mobilisierung aller personellen und materiellen Ressourcen bedeutet. Dies umfasst die Aktivierung und den Einsatz von Feuerwehrkräften und Ausrüstung für den Fall unmittelbarer Gefahr sowie die Bewältigung der Folgen einer möglichen Katastrophe.
Die lokalen und regionalen Behörden in den betroffenen Gebieten werden aufgefordert, unverzüglich ihre operativen Koordinierungsgremien des Zivilschutzes einzuberufen. Ziel ist es, alle Fragen im Zusammenhang mit der Vorbereitung und dem Risikomanagement von Waldbränden zu klären, während gleichzeitig kurzfristige Wiederherstellungs- und Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden, um die Auswirkungen einer möglichen Katastrophe zu mildern.
Frankreich kämpft mit neuen Bränden, Evakuierung von 200.000 Menschen droht
Eine ähnlich dramatische Situation spielt sich im Südwesten Frankreichs ab, wo Waldbrände erneut aufgeflammt sind und bewohnte Gebiete bedrohen. Obwohl es Ende letzter Woche schien, dass die Lage unter Kontrolle sei, haben extreme Hitze und starker Wind am Wochenende die Situation vor Ort dramatisch verschlechtert. Die Behörden bereiten sich nun auf eine mögliche Evakuierung von fast 200.000 Menschen vor.
Einer der wieder aktivierten Brände wütet in der Gemeinde Saint-Jean-d'Illac. Der Feuerwehrkommandant Thomas Mimiaque bestätigte, dass erhebliche Kräfte eingesetzt wurden. "Wir befinden uns am hinteren Ende des Feuers, das am Sonntag gegen 15 Uhr ausgebrochen ist. Aufgrund der Wetterbedingungen haben wir erhebliche Kräfte eingesetzt, die sowohl auf die Löschung des Waldbrandes als auch auf den vorbeugenden Schutz der Häuser ausgerichtet sind", erklärte Mimiaque.