Eine zehn Kilometer lange Kolonne auf der Zagreber Umgehungsstraße, das ist laut dem Bericht des Kroatischen Automobilclubs vom Dienstag, dem 11. August 2026, die drastischste Folge von Verkehrsunfällen, die die wichtigsten kroatischen Verkehrswege lahmgelegt haben, und die Wettervorhersage für Dienstag verspricht keine Beruhigung.
Vier Kilometer durch Tunnel
Auf der Autobahn A1, zwischen den Anschlussstellen Perušić und Otočac in Richtung Zagreb, fließt der Verkehr auch nach Abschluss der Unfallaufnahme nur langsam, Autofahrer stecken in einer etwa vier Kilometer langen Kolonne fest, die sich im Bereich des Tunnels Brezik gebildet hat. Die Situation wird zusätzlich durch zeitweise Vollsperrungen im nahegelegenen Tunnel Plasina erschwert, die aus Sicherheitsgründen durchgeführt werden und die Fahrzeit in die Hauptstadt verlängern.
Auch die Autobahn A3 blieb nicht verschont. Ein Verkehrsunfall auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Buzin und Zagreb zapad, genauer gesagt bei Kilometer 16+100 in Richtung Bregana, reduzierte die Fahrbahn auf nur eine Spur, das Ergebnis ist der bereits erwähnte zehn Kilometer lange Stau.
Eine Spur, vierzig Stundenkilometer
Auch auf der Autobahn A2 Zagreb-Macelj müssen Autofahrer mit Verzögerungen rechnen, wo zwischen Krapina und Đurmanec in Richtung Macelj sowie von Trakošćan nach Đurmanec in Richtung Zagreb der Verkehr nur auf einer Fahrspur läuft. Auf der Schnellstraße Solin-Klis (DC1), hinter dem Viadukt Jamani in Richtung Solin, hat ein liegengebliebenes Lastfahrzeug eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h erzwungen.
Der HAK warnt gleichzeitig vor langwierigen Bauarbeiten, die die Verkehrsflüssigkeit monatelang beeinträchtigen werden. Die Sanierung der Entwässerung auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Popovača und Kutina in Richtung Lipovac dauert bis zum 1. September, während die Arbeiten zwischen den Anschlussstellen Sveta Nedelja und Zagreb zapad, wo die Fahrbahn in Richtung Lipovac vollständig gesperrt ist, bis zum 3. Oktober vorgesehen sind; auf diesen Abschnitten wird der Verkehr zweispurig mit verengten Fahrstreifen geführt, und Staus sind besonders in den Morgen- und Nachmittagsstunden sowie am Wochenende möglich.
Bura schließt Küstenstraße, Staus drohen auf Umgehungsstraßen
Die Verkehrsprognose für Dienstag, den 12. August, bringt keine Entlastung. Wegen der starken Bura an der Adria sind Einschränkungen für bestimmte Fahrzeuggruppen möglich, insbesondere auf der Adriatischen Küstenstraße im Bereich unterhalb des Velebit, und die Morgen- und Nachmittagsstunden werden Staus auf Stadtstraßen und Umgehungsstraßen bringen, wahrscheinliche Kolonnen werden auf der Zagreber (A3) und der Rijeka (A7) Umgehungsstraße sowie auf der Autobahn A2 an der Anschlussstelle Zagreb zapad erwartet. Wegen des stürmischen Windes sind auch Behinderungen im Seeverkehr möglich, und an einigen Grenzübergängen müssen Autofahrer mit längeren Wartezeiten rechnen.
Zusätzliche Vorsicht empfiehlt der HAK auf nassen und rutschigen Fahrbahnen in Teilen Istriens und im weiteren Raum Rijeka, mit der Bitte an die Autofahrer, den Sicherheitsabstand einzuhalten und im Falle von Staus eine Rettungsgasse zu bilden. Erhöhter Verkehr auf den Straßen in Richtung Meer, mit gelegentlichen Staus in Tunnel-, Raststätten- und Mautstellenbereichen, rundet das Bild eines Tages ab, an dem Geduld am Steuer genauso wichtig sein wird wie der Sprit im Tank.