Die örtliche Polizei berichtete, dass bei einer heftigen Explosion, die am Donnerstag, dem 13. August 2026, im Hafengebiet von Rotterdam zu hören war, eine Person ums Leben kam und mehrere verletzt wurden. Laut Dutch News ereignete sich die Explosion am Nachmittag auf dem Gelände eines Unternehmens in der Moezelweg in Europoort.
Zahlreiche Rettungskräfte wurden sofort zum Einsatzort geschickt, darunter sechs Krankenwagen, ein Hubschrauber und Feuerwehreinheiten. Mehrere Verletzte wurden in medizinische Einrichtungen gebracht. Polizeibeamte erklärten, dass sie derzeit keine weiteren Informationen zu dem Vorfall geben können.
Die Polizei Rotterdam gab auf der Plattform X an, dass sich die Explosion um 11:30 Uhr auf der Moezelweg ereignet habe und der Ort des Geschehens abgesperrt sei. Sie fügten hinzu, dass die Umstände, die zu dem Unglück führten, untersucht werden.
Zuvor Stromausfall in der Esso-Raffinerie
Die heutige Explosion ereignete sich kurz nach einem weiteren Vorfall im Hafengebiet am frühen Morgen. In der Esso-Raffinerie an der Botlekweg kam es zu einem Stromausfall, der den Betrieb aller Systeme stoppte. Dies führte zur Freisetzung von Gas aus Rohrleitungen, und über dem Hafen waren große Flammen und dichter schwarzer Rauch zu sehen.
Nach vorläufigen Erkenntnissen ereignete sich der Unfall wahrscheinlich während Wartungsarbeiten, als Arbeiter Rohrleitungen trennten. Die Wucht der Explosion wird durch Schäden an einem der Lagertanks deutlich.
Das Unternehmen Gunvor Energy, das in der Nähe des Hafens Tanks für die Lagerung von Mineralölprodukten betreibt, meldete einen separaten Vorfall während Wartungsarbeiten, bei dem am Donnerstagmorgen mindestens mehrere Personen verletzt wurden. Ein Sprecher des Unternehmens sagte: "Wir kooperieren mit den örtlichen Behörden." Ein Sprecher des Hafens sagte, die Explosion habe den Betrieb des LNG-Terminals nicht beeinträchtigt und der Vorfall stehe nicht im Zusammenhang mit den früheren Stromausfällen.
Ermittlungen zum Zusammenhang der Vorfälle
Die Sicherheitsbehörde der Region Rotterdam-Rijnmond teilte mit, dass noch geprüft werde, ob die beiden Ereignisse miteinander in Verbindung stehen. Wie die AP berichtet, meldeten die Rotterdamer Rettungsdienste einen großen Stromausfall im Hafen und dass ein Transformator unter ungeklärten Umständen Feuer gefangen habe. Der Strom kehrte allmählich zu den Unternehmen im industriellen Teil des Hafens zurück, einige Stunden später.
Die Polizei hat eine Spurensicherung eingerichtet, um die Ursache der Explosion zu ermitteln. Ein Polizeisprecher sagte, es gebe derzeit keine Anzeichen für Sabotage, aber diese Möglichkeit bleibe eines der untersuchten Szenarien. In diesem Hafengebiet sind zahlreiche Öl- und Gasunternehmen ansässig, und die Feuerwehr war in Bereitschaft. Rotterdam ist der größte Hafen Europas.